Throwback Thursday… Ja, wie der Titel es schon verrät, ich habe mir überlegt mal zurück zu schauen auf meine Kindheit und Jugend. Da gab es einige Bücher die gelesen wurden, ein paar davon sind im Gedächtnis geblieben, viele wurden wieder vergessen.

Gelesen habe ich wie viele von euch natürlich die ganzen „Mädchen“-Bücher & -Reihen wie Hanni und Nanni, Hexe Lilli, Bibi Blocksberg und noch viele weitere.

Ein Buch allerdings ist mir sofort ins Gedächtnis geschossen, wie nur eine sehr deutliche Erinnerung es kann:

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Judith Kerr

Band 1 einer Trilogie:

Berlin, 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg, der Massenwahn kündigt sich an… In letzter Minute reist Anna mit ihrer Familie in die Schweiz. Doch ihr Vater, ein bekannter jüdischer Journalist, kann dort ebenso wenig Fuß fassen wie ein halbes Jahr später in Paris. Seit ihrer Flucht lebt die Familie in ungewohnt ärmlichen Verhältnissen, und vieles von dem, was zu ihrem Alltag gehörte, musste zu Hause in Berlin bleiben, auch Annas rosa Kaninchen.
Endlich zeichnen sich für den Vater in London günstigere Arbeitsbedingungen ab, die Familie kann erst einmal aufatmen…

Judith Kerr ist 1923 geboren und schreibt somit ein wenig ihrer eigenen Geschichte auf. Allerdings betont sie immer, diese Bücher sind „Romane und keine Memoiren“.
Wie viel der Trilogie also Real und wie viel Fiktion ist kann man nur erahnen, es beschreibt das dritte Reich aber so gut und verständlich, dass ich es als unglaublich wichtige Schullektüre empfinde. Hätte ich Kinder, sie würden dieses Buch auch bekommen. Man braucht keine bedenken haben, es wird zwar nichts „verschönt“, aber es bleibt ein Buch aus Kindersicht für (etwas ältere) Kinder.

Dieses Buch ist mir unglaublich intensiv in Erinnerung geblieben. Wir haben es damals (ich fühl mich gerade echt alt) in der Schule gelesen, ich schätze in der fünften oder sechsten Klasse.

Natürlich ging es in der Schule vorrangig darum das dritte Reich und das aus der Sicht eines Kindes kennen zu lernen.
So kann man, denke ich, etwas schonender aber doch auch emotional in das Thema einsteigen. Für mich war es der richtige Weg in dieses doch vor allem für Kinder sehr schwierige Thema.

Ich habe diesen ersten Band auch heute noch, also mindestens 15 Jahre später, in meinem Bücherregal stehen. Und er darf bleiben, er hat mich geprägt und mir ein gutes Verständnis für den schrecken des zweiten Weltkriegs und des dritten Reichs vermittelt, der in der heutigen Zeit leider in einigen Köpfen fehlt.

Sehr viele Leute hätten dieses, oder ähnliche Bücher in ihrer Kindheit und Jugend lesen und verstehen sollen.
Vielleicht würde die Welt dann heute ein klein wenig anders,… vielleicht besser aussehen.

Mit einem nachdenklichen aber ganz herzlichen Gruß,

eure Julia <3

 

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