Schlagwort: Reise

Abenteuer in Afrika

Titel: Frühstück mit Elefanten – Als Rangerin in Afrika

Autorin: Gesa Neitzel

361 Seiten

Preis: 14,99€

 

Gesa ist eigentlich Fernsehredakteurin in Berlin, doch sie ist in ihrem Großstadtleben einfach nicht glücklich. Kurzerhand entschließt sie sich einen Neuanfang in Südafrika zu wagen und sich dort als Rangerin ausbilden zu lassen. In mehrmonatigen Kursen lernt sie alles über die wildlebenden Tiere, das Spurenlesen, Orientierung in der Wildniss und Sternenkunde. Auf ihren Erkundungstouren durch die Savanne Afrikas begegnen ihr Löwen, Elefanten und Giraffen aus nächster Nähe. Je mehr Zeit sie in der Abegschiedenheit verbringt, desto mehr gefällt ihr das Leben jenseits der Zivilisation, ohne den ganzen Überfluss und gesellschaftlichen Druck. Was vorerst nur als Auszeit-Jahr gedacht war, beginnt sich zu einer ganz neuen möglichen Zukunft zu entfalten.

Als allererstes muss ich euch vor diesem Buch warnen, denn es verursacht wirklich ganz starkes Fernweh. Ich glaube, jeder träumt ab und an mal davon einfach alles hinter sich zu lassen und etwas völlig neues, verrücktes und vor allem anderes zu machen. Doch was hält uns eigentlich davon ab einfach unserem Herzen zu folgen und zu tun was uns glücklich macht? Diese Frage stelle ich mir sehr oft, wenn mich mal wieder das Fernweh überrollt. Auch Gesa hatte es anfangs nicht leicht, sich von ihrem Leben in Deutschland zu trennen und hätte die ganze Aktion fast im letzten Moment abgeblasen. Das macht sie für mich zu einer Person, mit der man sich sofort identifizieren kann. Jeder hat im Grunde Angst vor Veränderungen, aber zu lesen, wie sie all ihren Mut zusammennimmt und es trotzdem durchzieht, lässt einen ein klein bisschen weniger ängstlich sein. Gerade diese Augenblicke des Zweifelns, machen das Buch so real und bringen es dem Leser unglaublich viel näher. Auch der tagebuch-ähnliche Schreibstil, vermittelt den Eindruck, dass man einfach nur eine sehr lange Nachricht, die man von einer Freundin geschickt bekommen hat, liest. Gesa schafft es mit ihren sympathischen und einfach menschlichen Erzählungen eine Verbindung zu dem Leser herzustellen, die einmalig ist.

Gesa berichtet außerdem sehr detailliert von ihrer Ausbildung zur Rangerin und was sie alles im afrikanischen Busch gelernt hat, zum Beispiel wie man sich am besten verhält wenn man auf einmal einem Löwen gegenübersteht, oder wieso der Ruf des Rotschnabelmadenhackers über Leben und Tod entscheiden könnte. Eiegentlich alles was sie erzählt ist super spannend und ich habe jedes kleine Fitzelchen Wissen quasi in mich aufgesogen wie ein Schwamm. Afrika ist ein spannender Kontinent und solange man (noch) nicht die Möglichkeit hat alles selbst zu erleben, kann man auch super gut durch Gesas Erfahrungen leben. Während dem Lesen kann man sich die Szenarien so gut vorstellen, dass es sich anfühlt als wäre man vor Ort.

Ich empfehle das Buch jedem, den öfters mal selbst die Reiselust packt; jedem der sich für Afrika und seine Tierwelt interessiert; jedem, der vielleicht selbst gerade vor einer waghalsigen Entscheidung steht und diesen letzten kleinen Anstupser braucht und jedem, der sich einfach mal wieder von einem guten Buch in eine ganz andere Welt entführen lassen will.

Mein Besuch in den Harry Potter Studios UK

Letzte Woche bin ich mit meiner besten Freudin für 4 Tage nach London geflogen. Natürlich konnten wir uns die Harry Potter 20160831_125027Studios nicht entgehen lassen. Aber auch in London selbst gibt es einige Harry-Potter-Orte, die man besuchen kann. Zum Beispiel haben wir die Millennium Bridge gesehen. Das ist die Brücke, die am Anfang des sechsten Films von den Todessern zum Einsturz gebracht wird. Außerdem waren wir auch bei Kings Cross, um selbst ein mal Plattform 9 3/4 zu sehen. Vor Ort gab es sogar einen in die Wand eingelassenen Gepäckwagen, mit dem man für Fotos posieren konnte. Von den Angestellten des „Harry Potter Shops an Gleis 9 3/4“  (Ja, es gibt einen extra Harry Potter Laden bei Kings Cross! Wir waren auch ganz überrascht.) waren außerdem mit allen vier Schals der Häuser und Zauberstäben ausgerüstet, um das Foto so perfekt wie möglich zu machen. Leider kostet es natürlich etwas dort sein Foto machen zu lassen, deswegen haben wir keins gemacht (zum Glück wie sich später herausgestellt hat), aber es war trotzdem sehr cool einfach vor Ort zu sein.

Nachdem wir am zweiten Tag weiter die Stadt erkundet haben und ein bisschen shoppen waren, sind wir am dritten Tag endlich zu den Harry Potter Studios gefahren. Wir hatten eine Tour gebucht, die leider sehr pünktlich um 8 Uhr von London aus losgefahren ist. Da wir wandelnde Katastrophen sind, haben wir unseren Bus um eine winzig kleine Minute verpasst. Wir haben ihn gerade wegfahren sehen und mit ihm ist all unsere Freude und Hoffnung gegangen. Glücklicherweise konnten die Leute von der Reisefirma uns im nächsten Bus unter bringen. An dieser Stelle möchte ich Golden Tours nochmal danken, mich vor einem sehr langsamen und qualvollen Austrocknungstod bewahrt zu haben, da ich gar nicht so viel hätte trinken können wie meine Augen an Wasser ausgeheult hätten, wenn wir nicht diesen nächsten Bus bekommen hätten. Eine Stunde später ging es dann endlich los. Schon allein der Bus war ein Erlebnis. An sich war es einfach nur einer der typisch-londoner Doppeldeckerbusse, aber von außen mit wunderschönen Harry Potter Motiven bedruckt. Innen waren Fernseher angebracht, auf denen wir während der circa einstündigen Fahrt Harry Potter und der Stein der Weisen schauen konnten.

20160902_110541Die Studios selbst waren einfach nur WOW. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viel Detailliebe in die Filme gegangen ist, wenn ihr nicht selbst die ganzen Sets und Requisiten gesehen habt. Aber fangen wir am Anfang an. Bevor man in die eigentliche 20160902_113558Ausstellung kommt schaut man sich erst zwei kurze Filme an, die einen sofort in eine nostalgische Harry-Potter- Stimmung versetzen. Danach geht es in die Große Halle, in der viele der Kostüme ausgestellt sind. Wer vonn euch vielleicht schon bei der Harry Potter Ausstellung war, die in Köln vor einiger zeigt ausgetstellt wurde, hat bereits eine grobe Idee, wie die Studio Tour grob aussieht. Das coole an dieser Studio Tour ist, dass es die wirklichen Sets sind, an denen die Filme gedreht wurden. Man steht also nicht in einer Nachbildung der Großen Halle sondern in DER EINEN Großen Halle, was ziemlich wundervoll ist. Danach folgen viele einzelne Sets, die alle in einem großen Raum ausgestellt sind. Meine absoluten Lieblingsteile waren das Zaubertränkelehrzimmer und Dumbledores Büro. In Snapes bzw. Slughorns Unterrichtszimmer waren alle Wände voller Zaubertrankzutaten, die in Gläsern aufebwahrt wurden, die alle handbeschriftet waren. Jedes Glas war einzigartig in seinem Inhalt und seiner Beschriftung. In Dumbledores Büro hat mich vor allem der Schrank fasziniert, in dem Dumbeldore seine gesammelten Erinnerungen aufbewahrt. Auch hier war jede dieser hunderten Phiolen handbeschriften und einzigartig. Auch die Schräke in Dumbledores 20160902_114253Büro waren voll von allerlei magischen Gegenständen, von denen im Buch zwar immer die Rede ist, die mir im Film allerdings nie aufgefallen sind. Auch nie aufgefallen sind mir übrigens die Hausgläser. Ich dachte immer in den Filmen wurden sie einfach nicht gezeigt, dabei stehen sie  in der Großen Halle, rechts in der Ecke, hinter den Lehrertischen. Man entdeckt so viele neue Seiten der Filme, wenn man die Chance hat sich die Sets selbst von Nahem anzuschauen, deswegen kann ich nur jedem empfehlen die Harry Potter Studios Tour zu machen. Weitere Highlights waren für mich natürlich auch der Hogwarts-Express und die Winkelgasse. Auch hier war es der wirkliche Zug, in dem gedreht wurde. Man konnte selbst durchlaufen und einen 20160902_122650Blick in die Wagons werfen, die so um dekoriert wurden, dass jedes eine Szene aus den Filmen, die im Zug spielen, angepasst ist. Außerdem konnte man neben dem Zug Bilder machen, mit Gepäckwagen, die halb in der Wand versunken waren. Also eigentlich das gleiche, wie bei Kings Cross, nur ohne extra Kosten. Auch durch das Haus der Dursleys konnte man übbrigens durchlaufen. Von der Winkelgasse war ich gleichzeitig etwas enttäuscht, wie auch unglaublich begeistert. Auch hier ging wieder mega viel Arbeit in Details 20160902_122557und Schaufensterausstellungen, jedoch dachte ich, dass man auch wirklich in die Geschäfte reingehen kann. Man läuft aber einfach nur die Straße entlang und ist schon wieder draußen. Ich dachte auch, dass man dort in der Winkelgasse Butterbier kaufen kann. Allerdings wurde das in einer Art Essbereich, der kaum etwas mit de Studios zu tun hat, verkauft. Natürlich musste ich mir sofort ein Butterbier kaufen. Vom Aussehen war es genauso, wie ich es mir vorgetsellt habe! Eine gold-braun-orangene Flüssigkeit, mit einem richtig dickflüssigen Schaum oben drauf. Leider hat der Schaum sehr stark nach Vanille geschmeckt und ich hasse Vanille. Das Getränk an sich war aber wirklich ganz gut, auch wenn ich nicht bestimmen könnte, an was mich der Geschmack erinnert hat. Danach kam man in ein Raum, in dem man sich die Pläne, Zeichnungen und Modelle anschauen konnte, die erstellt wurden, bevor die eigentlichen Sets gebaut wurden. Auch hier war ich wieder komplett begeistert und erstaunt darüber, wie viel Arbeit es doch ist so ein Film zu produzieren. Zu guter letzt befanden wir uns dann im Souvenir-Shop. Dort habe ich endlich meinen ersten Zauberstab gekauft YAY! Es ist der von Sirius Black geworden, weil ich ihn einfach sooo gerne hab. Mit ins Körbchen sind außerdem noch eine super-coole Hogwarts-Tasse und ein Schokofrosch gewandert. Meine Zaubererkarte war Dumbledore. Wobei ich mich frage, ob es überhaupt unterschiedliche Schokofroschkarten gibt, oder ob in jeder Schachtel Dumbledore drin ist, weil Harry ihn in seinem ersten Schokofrosch hatte. Hat jemand von euch da vielleicht schon mehr Erfahrung?

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Ich hatte auf jeden Fall einen wunderschönen Tag in den Harry Potter Studios und kann es kaum erwarten mir irgedwann „The Wizarding World of Harry Potter“ in Orlando anzuschauen. Aber bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern.

Hier habe ich noch ein kleines Video zusammengeschnitten mit allen Eindrücken aus der Studio Tour. Das Licht war leider nicht sehr gut und ich konnte nur mit dem Handy filmen, aber es gibt doch einen ganz guten Eindruck wieder.