Unser Besuch im Drachennest

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Letztes Wochenende unternahmen wir einen Ausflug nach Leverkusen zu der Eröffnung des Drachennests, dem Verlagsshop des Drachenmondverlags. Mit viel Vorfreude machten wir uns also auf den Weg und nach flotten zwei Stunden Autofahrt waren wir dann auch endlich vor Ort. 13681923_1244616668882746_1828716952_oSchon beim Vorbeifahren konnte man sehen, wie viele Menschen den kleinen aber feinen Laden besuchen wollten. Drinnen konnte man sich kaum von A nach B bewegen, ohne sich irgendwo durchschlängeln zu müssen, so proppenvoll  war es. Aber was tut man nicht alles für die wunderschönen Bücher des Drachenmondverlags. 13692371_1244616932216053_1829622346_oBesonders cool war auch, dass einige Autoren direkt vor Ort waren, Kuchen verteilt haben und offen waren für Signier- und Fotowünsche. Auch das Buffet war liebevoll mit kleinen Leckereien bestückt und die Drachenkekse waren sooo lecker!  Die Verlegerin selbst war natürlich auch anwesend und hat alles gegeben um den Tag so wundervoll zu machen, wie er war. Jeder Besucher hat zum Abschied eine liebevoll gepackte Goodie Bag bekommen, dessen Inhalt wir euch ja bereits auf Facebook gezeigt haben. (Noch nicht gesehen? Hier geht’s zur Verlosung!)

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Natürlich haben wir auch fleißig Bücher gekauft. Das ist unsere Ausbeute:

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Viele von den Büchern sind sogar signiert 🙂 Wir freuen uns schon darauf, euch von unseren Eindrücken und Meinungen über die Bücher zu erzählen.

 

FLOWER

9783570164181_CoverTitel: FLOWER

Autorinnen: Elisabeth Craft & Shea Olsen

288 Seiten

12,99 € (Broschiert) 

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie.

Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst …

Hier geht’s zur Leseprobe…

Rezi: Für mich ist Flower ein idealer Sommer-Roman für Zwischendurch! Das schmälert allerdings in keinster Weise seine Qualität! Im Gegenteil! Ich habe es genossen sofort auf den ersten Seiten von den Autorinnen Elisabeth Craft & Shea Olsen abgeholt worden zu sein. Aus der Sicht der sympathischen Hauptprotagonistin Charlotte erzählt, erlebt man die Liebesgeschichte von ihr und Tate Collins – DEM Superstar Americas. Die Beziehung der beiden hat wie im Klappentext angedeutet natürlich ihre Höhen und Tiefen, verbunden mit den dazugehörigen Glücksmomenten und schmerzlichen Trennungen. 

Mehr möchte ich zur Story selbst eigentlich gar nicht sagen, weil es es dem Buch, dass mit 288 Seiten schnell zu lesen ist zu viel wegnehmen würde. Deshalb gehe ich hier noch mal auf Details ein, die mir bei Flower positiv aufgefallen sind:

1. Das Cover – passt mit seinem weißen Hintergrund und der hervorstechenden Blume zur Jahreszeit und macht einfach Lust es zu lesen.  

2. Der Schreibstil – hat mir bereits ab der ersten Seite gefallen und hat es mir wirklich sehr leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen.

3. Die Buchgestaltung – ist ebenfalls so gewählt, dass es dem Leser noch leichter fällt dieses Buch innerhalb kürzester Zeit zu verschlingen. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und die Schriftgröße angenehm groß. 

Fazit: Ein leichter, jugendlicher Sommer-Roman – toll für zwischendurch

Watch movie online Logan (2017)

Unsterblichkeit – Fluch oder Segen?

Titel: Die Unglückseligen

Autorin: Thea Dorn

552 Seiten

24,99€

 

Die Molekularbiologin Johanna Mawet forscht an der Unsterblichkeit von Zellen durch artübergreifende Genetik. Während ihrem Forschungsaufenthalt in den USA trifft sie auf einem mysteriösen, sonderbaren und verwirrt wirkenden Mann. Schon bald kommt Johanna hinter sein Geheimnis: Der Fremde ist niemand geringeres als Johann Wilhelm Ritter, ein deutscher Wissenschaftler, der 1776 geboren wurde. Ritter könnte der Schlüssel zu Johannas Forschung sein. Um zu verstehen, was Ritter unsterblich macht, lässt sie seine DNA von ihren amerikanischen Kollegen sequenzieren. Als diese anfangen misstrauisch zu werden, bleibt Johanna und Ritter nur die Flucht zurück nach Deutschland um dort das Geheimnis um Ritters Alter zu lüften.

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Die Thematik rund um die Forschung an der Unsterblichkeit finde ich persönlich unheimlich interessant und wünschenswert. Die biologischen Fakten, die in dem Buch angeführt werden, über die Sterblichkeit des Menschen und den Zerfall des Körpers, sind einerseits sehr spannend, aber auch beängstigend, weil sie einem in aller Deutlichkeit vor Augen führen, wie wir quasi jetzt schon anfangen zu sterben. Durch Johannas Arbeit bekommt der Leser einen Blick hinter die Kulissen der Forschung. Ein Grundverständnis von Englisch und einigen biologischen Fachwörtern wird vorausgesetzt, wenn man der Geschichte in allen Details folgen möchte.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll aber trotzdem im Einzelnen an die Charaktere angepasst. Johanna spricht modernes Akademiker-Deutsch, was wirklich gut zu verstehen ist. Ritter und auch der Teufel, der gelegentlich auftaucht und den Leser direkt über das Geschehen anspricht, sprechen veraltetes Romantik-Deutsch, mit sehr stark ausgeschmückter Sprache. Manchmal verfallen beide ins Lyrische und aus dem Gesagten lässt sich leider kaum noch eine Bedeutung ziehen. Generell ist es ab und zu schwer zu verstehen, wer gerade spricht und auf was sich bezogen wird. Ritter schweift öfter mal ab und der Leser befindet sich ohne Vorwarnung in einem Rückblick aus seinem Leben oder in einem inneren Monolog Ritters, der nur schwer mit der Handlung des Buches in Verbindung gebracht werden kann. Manchmal ergaben Abschnitte des Buches beim ersten Lesen absolut kein Sinn für den Verlauf der Geschichte, und erschlossen sich erst im Nachhinein beim Weiterlesen. Besonders interessant ist die Form und die Gestaltung, in der die Geschichte erzählt wird. Es wird öfter auf verschiedene Medien zurückgegriffen wie Lieder, Ausschnitte aus Büchern, Comicblasen, eine Art Filmskript über das Geschehen, und viele, viele andere abwechslungsreiche Methoden.

Schon sehr lange bin ich auf der Suche nach einem „biologischen Sci-Fi-Roman“ und mein Wunsch wurde mir durch „Die Unglückseligen“ endlich erfüllt. Auch wenn die Sprache anfangs etwas abschreckend ist, sollte man sich auf keinen Fall davon beirren lassen. Der Roman vereint so viele spannende Bereiche der Biologie und der Forschung, die das Buch so lehrreich und interessant machen.

Die Geschichte um Daemon & Katy geht weiter

9783551583321Titel: Onxy – Schattenschimmer

Autorin: Jennifer L. Armentrout

464 Seiten

19,99 € (HC)

Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können? Dies ist der zweite Band der Obsidian-Serie von Jennifer L. Armentrout.

Rezi: Die Handlung knüpft direkt an den voran gegangenen Band (Obsidian) an und ich war auch sofort wieder in der Geschichte drin. Bis knapp zur Hälfte des Buches passiert allerdings nicht viel Spannendes. Viel mehr dreht es sich um das ewige Hin und Her zwischen Daemon und Katy, denn diese ist sich über die Echtheit seiner Gefühle für sie einfach nicht sicher. Auch die entstandene Verbindung zwischen den beiden lässt Katy immer wieder zweifeln. Leider zieht sich dieses Hin und Her so lange, dass ich mir irgendwann wie in einer Dauerschleife vorkam.

In der 2. Hälfte kommen dann jedoch Dinge ans Tageslicht die ich so nicht erwartet hätte. Die Geschichte gewinnt erheblich an Spannung und Fahrt.

Der neue Mitschüler Blake (von Daemon auch „Biff“, „Bill“, „Bob“, „Bilbo“ oder „Vollpfosten“ genannt) übernimmt eine wichtige Rolle. Jedoch ist nicht sicher, ob man ihm trauen kann. Daemon traut ihm nicht und Katy weiß am Ende überhaupt nicht mehr wem sie noch trauen kann oder soll.

Es werden Antworten auf alte Fragen gegeben und viele neue Fragen entstehen. Das VM spielt eine größere Rolle als im 1. Teil und auch die Rollen von Daemons verschwundenem Bruder Dawson und seiner Freundin Bethany ergeben einen wichtigen Teil.

Leider kommt Dee sehr wenig vor. Sie ist mir im 1. Teil sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass die im 3. Teil dann wieder eine stärkere Präsenz hat.

Zum Ende gab es noch mal ein paar Wendungen der Geschichte, die mich wirklich überrascht haben. Durch die letzten Kapitel bin ich dann einfach nur noch wie hypnotisiert durchgesegelt.

Das Ende der Story (also die letzten 1 ½ Seiten) habe mein Herz noch mal richtig zum glühen gebracht. Ich kann es kaum erwarten mit Opal zu beginnen!

Meine Top 5 – Liebesgeschichten

Meine Top 5 Liebesgeschichten entspringen nicht unbedingt richtigen Liebesromanen, weil ich diese Art von Büchern eher selten lese. Stattdessen zeig ich euch hier Bücher aus verschiedenen Genres, in denen (neben der eigentlichen Handlung) wunderschöne Liebesgeschichten entstehen. Es war auch nicht leicht, fünf Paare rauszupicken aus der Maße an Liebesgeschichten die es gibt. Ich habe öfter meine Liste komplett umgewerfen müssen. Trotzdem bin ich echt zufrieden mit meinen finalen fünf und hoffe sie gefallen euch auch. 🙂

 

5. Engel und Joe  von Kai Hermann

Nachdem die 15-Jährige Joe ein weiteres Mal von ihr61j7IDjDEuL._AC_UL320_SR208,320_em Stiefvater misshandelt wurde läuft sie von Zuhause weg. Auf dem Berliner Alexanderplatz trifft sie den Punker Engel, in den sie sich quasi sofort verliebt. Gegenseitig geben sie sich die Kraft, auf der Straße zu überleben. Doch Engels Drogensucht und Joes Probleme mit ihrer Mutter überschatten die Beziehung immer öfter. Trotzdem schaffen sie es jedes Mal sich aufzurappeln und wieder zusammen zu finden. Die tragisch, schöne Beziehung zwischen Engel du Joe zieht einen total in seinen Bann und man kämpft sich mit den beiden durch jede Krise.

 

 

 

4. Das Schicksal ist ein Mieser Verräter  von John Green

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Ich denke, so ziemlich jeder hat schon von der tragischen Liebesgeschichte zwischen Hazel Grace und Augustus gehört/gelesen. Trotzdem fasse ich nochmal kurz zusammen um was es geht: Hazel und Gus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Sie verlieben sich in einander und obwohl sie wissen, dass ihnen unter Umständen nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, leben sie wie ganz normale Teenager. Als Gus erfährt, dass es Hazels größter Traum ist ihren Lieblingsautor zu treffen, fliegen sie gemeinsam nach Amsterdam und verbringen dort die womöglich schönste Zeit ihres Lebens. Anfangs war ich ziemlich skeptisch gegenüber diesem Buch, da ich wie gesagt, Liebesgeschichten nicht besonders mag und ich auch an „Krebsgeschichten“ nicht wirklich Interesse habe. Aber „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hat mich richtig geflasht. Ich kann nicht sagen, wann ich zum letzten Mal so stark geheult habe bei einem Buch, wie bei diesem.

 

 

3. Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh

zorn_und_morgenroeteJeden Tag heiratet der Kalif von Chorasan ein anderes Mädchen. Im Morgengrauen darauf lässt er sie hinrichten. Als Shahrzad ihre beste Freundin durch die Grausamkeit des Kalifen verliert, beschließt sie, ihn zu töten. Sie meldet sich freiwillig, des Kalifen nächste Braut zu werden. Doch je länger sie im Palast ist, erkennt sie, dass der Kalif nicht das Monster ist, für das sie ihn gehalten hatte und Shahrzads Entschluss den Kalifen zu töten, beginnt zu bröckeln. Die extremen Gegensätze in Shahrzads Gefühlen machen diese Liebesgeschichte so interessant und spannend zu lesen. Das Buch ist auf jeden Fall eines meiner Favoriten 2016. Wenn ihr nochmal genauer lesen wollt, was ich darüber denke, verlinke ich euch hier meine Rezi dazu.

 

 

2. Die Beschenkte  von Kristin Cashore9783551310095

Katsa ist eine Beschenkte, sie hat die Gabe des Tötens. Man erkennt Beschenkte an ihren Augen, die zwei unterschiedliche Farben haben. Als Katsa Bo, dem Prinzen von Lienied begegnet, weiß sie, dass auch er ein Beschenkter ist. Als sie zusammen in den Kampf gegen einen König mit einer grausamen Gabe ziehen, verlieben sich die beiden. In ihrer Welt herrscht nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, was sie zu einem unheimlich realen und glaubwürdigen Paar machen. Durch Katsas Direktheit und Bos Gutmütigkeit sind einem beide schon als Einzelpersonen wirklich sympathisch und als Paar nur umso mehr.

 

 

1. Feuer und Stein  von Diana Gabaldon

Feuer_und_Stein_(Diana_Gabaldon,_2004)Als Claire im Schottland des 20. Jahrhunderts durch einen Steinkreis geht, findet sie sich 200 Jahre in die Vergangenheit geschleudert wieder. Schnell muss sie lernen, dass sie als Frau im Jahr 1743 anderen Gefahren ausgesetzt ist. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer Gruppe Hochlandschotten aufgegriffen, in der auch der junge Jamie unterwegs ist. Zu Claires Sicherheit wird sie gezwungen Jamie zu heiraten und erst als sie beginnen mehr Zeit miteinander zu verbringen, verlieben sie sich. Claire und Jamie sind für mich das ultimative Liebespaar. Ich kann mir keine Charaktere vorstellen, die besser zueinander passen. Die Highland-Saga, die mit „Feuer und Stein“ beginnt, ist meine absolute Lieblingsreihe. Es ist schwer zu erklären, wie mega gut diese Reihe ist, wenn man sie nicht gelesen hat. Ich kann nur jedem empfehlen den Büchern eine Chance zu geben. Auch die dazugehörige Serie „Outlander“ ist sehr spannend und nah an den Büchern (was ja wohl das wichtigste ist, bei so einer Verfilmung 😉 )

 

Weil du lügst… jeder ist verdächtig

9783453419605_CoverTitel: Weil du lügst

Autorin: Sophie McKenzie

464 Seiten

9,99 € (Taschenbuch)

Emily und Jed sind glücklich verlobt und verbringen ihren Urlaub mit Jeds Kindern Lish und Dee Dee auf Korsika. Als Dee Dee eines Abends über Kopfschmerzen klagt, gibt Emily ihr eine Schmerztablette. Am nächsten Morgen ist Dee Dee tot. Vergiftet. Kurz darauf erhält Emily eine SMS: Das Gift war für sie bestimmt. Ein mörderisches Spiel um Lüge und Verrat beginnt …

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Rezi:  Das Buch ist in 5 Teile aufgeteilt und zu Anfang jedes Teils wird in die Vergangenheit von Emily und ihren Geschwister geschwenkt. Dies geschieht meist aus der Sicht von Rose, Emilys großer Schwester. Ebenso tauchen in den einzelnen Kapiteln immer wieder Tagebucheinträge von Dee Dee auf. Dem Leser wird in kleinen Häppchen Infos geliefert, die nach und nach das Geschehene begreifbarer macht. Es lässt einen zum einen die einzelnen Charaktere besser kennen lernen und zum anderen bekommt man ein Gefühl für die Beziehungen der Protagonisten untereinander. Besonders interessant fand ich die Beziehung zwischen Emily und Jed, die sich alleine durch verändern des Blickwinkels für mich ganz anders dargestellt hat wie zu Anfang der Geschichte. Überhaupt hat die Autorin es wunderbar geschafft Scheinbilder aufzubauen. Ebenso lässt sie natürlich auch immer wieder gezielt kleine Bomben platzen. Ich hatte dadurch ständig jemand anderen im Verdacht Dee Dee ermordet zu haben. Bis zum Ende war wohl jeder mal mindestens für einen Moment verdächtig.

Gerade der letzte Teil (5) hat mir so richtig gut gefallen. Die Handlungen wurden noch mal beschleunigt und die Spannung gut gehalten. Auch das Finale war für meinen Geschmack gut gemacht.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Mir ist sofort aufgefallen, dass das Buch in der Gegenwart geschrieben ist. Normalerweise lese ich ein Buch einfach und nehme dabei zwar die Zeitform wahr, jedoch haftet meine Aufmerksamkeit nicht daran. Bei Weil du lügst… war das anders… Ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich die Sätze automatisch in der Vergangenheitsform gelesen habe. „Am Montagmorgen lässt Jed mich schlafen, als er zur Arbeit geht“ → „Am Montagmorgen ließ Jed mich schlafen, als er zur Arbeit ging.“ Ich weiß nicht woran das lag, aber das hat mich ein kleines bisschen in meinem Lesefluss gestört.

Fazit: Ein leichter Thriller, der gut unterhält.

 

Die Alchimistin – Herausragender Beginn einer Trilogie

Titel: Die Alchimistin

Autor: Kai Meyer

463 Seiten (+ Specials, insgesamt 510 Seiten)

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

 

In einem Schloss, mitten in der Ostsee, wächst Aura Institoris zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Bruder auf. Auras Vater, der Alchimist Nestor Institoris, lebt zurückgezogen von seiner Familie um sich ganz seiner Forschung nach der Unsterblichkeit hingeben zu können. Als Auras Mutter den  17-Jährigen Christopher adoptiert beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Christopher wird von Nestor in den Grundzügen der Alchemie unterrichtet. Doch kurz darauf wird Auras Vater durch einen Auftragskiller von seinem Erzfeind getötet. Aura verliebt sich in den Mörder, Gillian, dessen zweiter Auftrag es ist, auch Aura zu töten. Als Gillian sich gegen seinen Auftraggeber stellt, geraten die beiden in einen schon jahrhunderterlang andauernden Krieg zwischen Unsterblichen. Die verstörenden und brutalen Methoden der Alchimisten Unsterblichkeit zu erlangen, stellen Aura und Gillian immer wieder vor eine Herausforderung.

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Die Handlung des Buches kurz zusammenzufassen ist in diesem Fall sehr viel komplizierter als gedacht. Die Geschichte ist so verworren, mysteriös und düster, dass man kaum genug sagen kann um Interesse zu wecken, ohne dabei zu spoilern.  Die Charaktere sind auf ihre Art außergewöhnlich und einzigartig. Zum Beispiel Gillian, der Hermaphrodit oder Christopher, der langsam dem „Bösen“ verfällt, sind nur ein paar der wirklich gut gelungenen und glaubwürdigen Personen in „Die Alchimistin“. Die Erzähl-Perspektive wechselt öfter zwischen Aura, Christopher und Gillian. Dabei überschneiden sich die Handlungsstränge auch oft und es bleibt durchgehend unglaublich spannend und abwechslungsreich. Die Praktiken der Alchimisten sind oft grausam, brutal und abstoßend, was dem Buch einen gewissen Reiz gibt. Immer wieder ist man schockiert über verstörende Enthüllungen und Vorgehensweisen der Alchimisten. Die Handlung bleibt von Anfang bis Ende unvorhersehbar. Zu keinem Zeitpunkt bekommt man einen Verdacht darauf, welche Geheimisse ans Licht kommen oder wie sich Charaktere verändern könnten, wodurch die Geschichte nie an Spannung verliert. Sehr spannend sind auch die kleineren Rätsel, die Aura im Laufe der Geschichte begegnen und zu denen sie versucht eine Lösung zu finden. Auch hier versucht man als Leser angestrengt die Rätsel zu durchschauen, dessen Auflösungen meist genauso unerwartet sind, wie der Verlauf der Geschichte.

„Die Alchimistin“ ist der erste Teil einer Trilogie. Da mir das Buch in sich sehr abgeschlossen vorkam, bin ich sehr gespannt, den zweiten Teil bald zu lesen, weil ich mir absolut nicht vorstellen kann, wie die Geschichte weitergehen könnte.

Die zusätzlichen Texte am Ende des Buches über die Entstehung des Romans, Alchimie in der Literatur und das Theatre du Grand Guignol (ein Schauplatz in der Geschichte) sind sehr interessant und geben nochmal einen genaueren Einblick in die Entstehung der Charaktere und der Handlung, sowie in die Herkunft der Mythen in der Alchemie. Es ist ein schöner Abschluss des Buches, indem die Basis erklärt wird, auf der der Roman aufbaut.

Spirituelles Abenteuer im Herzen Indiens

Titel: Shantaram

Autor: Gregory David Roberts

1088 Seiten

Preis: 12,99€

 

Heroinabhängigkeit, bewaffneter Raubüberfall und Verurteilung zu 19 Jahren Haft, die nie vollständig abgesessen wurden, führen in zu seinem neuen Leben in der Ferne. In seinem autobiografischen Roman „Shantaram“ erzählt Gregory David Roberts von seinem wilden Leben auf der Flucht. Nachdem Roberts nur zwei Jahre seiner Strafe in einem australischen Gefängnis abgesessen hat, flieht er und begibt sich, unter dem Namen Lindsay, nach Indien. Dort beginnt ein neuer Abschnitt für ihn. Aber auch hier hat er es alles andere als leicht. Als Fremder in einem unbekannten Land ist er vollständig auf sich alleine gestellt. Glücklicherweise lernt er den Inder Prabaker kennen, der ihm schnell ein guter Freund wird. Prabaker zeigt Lin all die schönen Seiten von seiner neuen Heimat, aber auch vor Armut und Krankheit schreckt er nicht zurück. Als Lin selbst ein Bewohner des Slums wird beschließt er den Menschen zu helfen und kümmert sich um eine medizinische Versorgung vor Ort. Freundschaften werden geschlossen und Lin beginnt seine neue Heimat aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen. Doch auch in Indien scheint das Verbrechen ihn zu finden und Lin lässt sich mit einem einflussreichen Mafiaboss ein, wird  Teil des Schwarzmarkts und begibt sich in gefährliches Terrain. Erst zu spät merkt er, dass er sein Handeln schwer bezahlen wird.

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Manchmal liest man ein Buch und spürt, wie dieses Buch einen selbst verändert, wie es Vorstellungen, Gedanken und Wünsche entstehen lässt und wie man danach einen anderen Blick auf die Welt hat. So ein Buch ist Shantaram. Die Lebensgeschichte von Gregory David Roberts, oder eher von Lin in diesem Fall, ist absolut beeindruckend. Das Buch beginnt mit Lins Ankunft in Bombay, doch auch die vorherige Zeit im Gefängnis und der Ausbruch werden in Rückblicken, die sich durch das gesamte Buch ziehen, geschildert. Durch Prabaker werden Lin und auch dem Leser völlig neue Perspektiven eröffnet, die sehr viel über das Leben in Armut aus der Sicht eines Slumbewohners aussagen. Man lernt viel über eine Kultur, die sich doch sehr stark von unseren westlichen Kulturen unterscheidet. Auch der Sprache wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Lin lernt während seines Aufenthaltes in Indien Hindi und Marathi. Hindi wird in ganz Indien gesprochen, während Marathi eine regionale Sprache ist, die sich auf den Bundesstaat Maharashtra begrenzt. Sobald in dem Buch in einer der Sprachen gesprochen wird, steht die Übersetzung sofort hinter dem Satz. Es erleichtert das Lesen sehr, zu verstehen, was gesagt wird, ohne in den Fußnoten oder im Anhang nach einer Übersetzung suchen zu müssen, wie es oft in anderen Büchern der Fall ist. Auch die Charaktere wachsen einem stark ans Herz, vor allem Prabaker mit seiner lebensfrohen, sympathischen Ausstrahlung hat es mir angetan.

Da das Buch doch sehr lang und im Grunde „nur“ eine Aneinanderreihung von Ereignissen aus Lins Leben ist, erschien es hauptsächlich zum Ende hin sehr schleppend. Zum Schluss werden allerdings nochmal alle Handlungsstränge aufgegriffen und versteckte Verbindungen aufgedeckt, was mir sehr gut gefallen hat, weil es das gesamte Buch nochmal abrundet. Vor allem die Anfangszeit in Bombay war sehr interessant, lehrreich und prägend, doch nachdem Lin sich wieder dem Verbrechen zugewendet hat, konnte ich mich selbst weniger mit seinen Gedankengängen und Problemen identifizieren. Trotzdem wurden auch im zweiten Teil der Geschichte tiefgehende Themen, wie zum Beispiel die Definition von gutem und bösem Handeln, besprochen, sodass es auch da auf keinen Fall an philosophischer Tiefe gefehlt hätte.

Während man Shantaram liest, möchte man am liebsten sofort selbst nach Indien aufbrechen und dieses wundervolle Land in all seinen Facetten erleben. Es ist eine einmalige Geschichte über die Bedeutung von Liebe, Vertrauen, Familie, Freundschaft, Vergebung und Freiheit. Man bekommt ein Verständnis davon, was die Welt zusammen hält und wie man mit seinen Mitmenschen umgehen sollte. Während des Lesens wird einem richtig bewusst, was uns wichtig im Leben sein sollte und wie jeder vielleicht ein etwas besserer Mensch sein könnte.

 

Hier nochmal eine kleine Inhaltsangabe vom Autor selbst 🙂

Royaler Bad Boy trifft schüchternes bürgerliches Mädchen

9783734102837_CoverTitel: Royal Passion

Autorin: Geneva Lee

448 Seiten

Preis: 12,99 € (Broschiert)

 

Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …

Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?

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Rezi: Wer Bücher wie „Shades of Grey“ mag, wird mit diesem Roman auf seine Kosten kommen. Die Parallelen zu „Shades of Grey“ waren für meinen Geschmack etwas zu groß. Es ist die gleiche Schiene… Reicher und gut aussehender Bad Boy mit Machtkomplex und psychischem Problem begegnet einer eher schüchternen, aber eifrigen Ex-Studentin, die sich selbst noch nicht wirklich gefunden hat und ist ihr sofort mit jeder Faser seines Körpers verfallen. Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz schön! Das bürgerliche Mädchen und der Prinz… zum greifen nah und doch so unerreichbar… Jedoch wird meiner Meinung nach die Handlung von den Sex-Szenen total überschattet. Keine noch so kleine Szene kommt ohne das Wort f***** aus!

Mit derben Worten ausgearbeitet, abwechslungsreich und fantasievoll! So hätte ich mir das auch für den Rest vom Buch gewünscht!

Clara ging mir teilweise wirklich auf die Nerven. Ihre Gedanken und Handlungen wiederholen sich und gerade wenn ich dachte, sie hat die Kurve bekommen und die Geschichte wendet sich, fällt sie in ihre gewohnten Muster zurück. Alexander umgibt eine dunkle Aura, die in der Geschichte auch immer wieder zum Thema wird. Er ist aber auch charmant und gut aussehend, verboten sexy und – nicht zu vergessen – Prinz!

Die Beziehung der beiden schafft es aber einfach nicht an Tiefe zu gewinnen, da immer wenn es dazu kommen könnte, oberflächlicher Sex folgt. Die royale Familie um Alexander trägt ebenfalls nicht zum erblühen dieser Beziehung bei. Die meisten Charaktere wirkten mir hier noch zu blass.

Ich hoffe in Band 2 auf mehr Infos und das sie sich einfach noch formen. Man lernt zum Beispiel Edward kennen. Von ihm würde ich wirklich gerne noch mehr erfahren.

Am Ende bleiben dann doch ein paar Fragen offen! Band 2 wird diese sicherlich beantworten und auch wenn ich für dieses „Werk“ nur 2,7 Sterne vergebe, bin ich doch irgendwie neugierig wie es weitergeht.

 

Magisches Duell auf Leben und Tod

516IIJgpuhLTitel: Der Nachtzirkus

Autor: Erin Morgenstern

461 Seiten

Preis: 4,99€

 

Der Zirkus kommt ohne Ankündigung. Er ist plötzlich einfach da, als hätte er schon immer an dieser Stelle gestanden. Der Cirque des Rêves hat nur bei Nacht geöffnet und ist ein einmaliges Schauspiel welches Leute aus der ganzen Welt anlockt. Doch hinter dem Zirkus steckt mehr. In Wahrheit ist es der Austragungsort eines Duells zwischen zwei verfeindeten Magiern. Der Kampf auf Leben und Tod wird von ihren Schützlingen ausgetragen, die ihr Leben lang unterrichtet und darauf vorbereitet wurden zu gewinnen. Doch als Celia und Marco aufeinander treffen, können sie nicht anders, als sich entgegen aller Vernunft zu verlieben. Doch der Wettkampf, in dem sie sich befinden, kann nicht abgebrochen werden. Er ist erst vorbei, wenn nur noch einer der beiden steht.

Der Nachtzirkus ist magisch. Man wird schon zu Beginn komplett in die Geschichte eingesaugt und wandert sozusagen selbst durch den Zirkus. Stark dazu beitragen haben die Einschübe, die den der Leser direkt ansprechen und beschreiben, was er selbst sehen würde wenn er den Zirkus erkundet, unabhängig von dem Verlauf der Geschichte. Hinzu kamen auch die sehr kurzen Kapitel, die einen immer wieder motivieren weiterzulesen. Der Schreibstil passt zwar sehr gut zu den Charakteren und der Geschichte, da er eher kalt und leicht altmodisch das Geschehen schildert, aber an manchen Stellen wirkt es auch etwas stumpf und langweilig. Trotzdem umgibt das ganze Buch eine mysteriöse und magische Stimmung, die einem auf jeder Seite unterbewusst entgegenschwellt. Zu Beginn der Geschichte wird sehr viel in der Zeit gesprungen und es werden zwei Haupthandlungsstränge erzählt, die sich im Verlauf des Buches immer weiter einander annähern. Da manchmal sehr großen Zeitspannen übersprungen werden sollte man immer auf die Jahreszahl achten und sich bewusst machen, wie weit entfernt man sich von dem vorherigen Datum befindet. Es ist sehr spannend zu lesen, wie die beiden Geschichten verschmelzen. Zwischen den Kapiteln wird auch immer wieder die Perspektive gewechselt, sodass man einen sehr großen Rundumblick erhält, von den Menschen die alle  in irgendeiner Weise an dem Zirkus beteiligt sind. Ein negativer Effekt der Zeitsprünge ist leider, dass die Liebesgeschichte von Marco und Celia sehr, sehr plötzlich einsetzt. In dem einen Moment haben sie sich gerade erst angefreundet und im nächsten könnten sie sich nicht mehr vorstellen ohne einander zu leben. Diese „Liebe“ verliert etwas an glaubwürdig wenn man absolut nicht nachvollziehen kann, was in den unbeschriebenen Jahren geschehen ist zwischen den beiden. Auch das Duell an sich war für mich lange ein leerer Begriff. Man weiß, dass es einen Gegner gibt und dass irgendjemand am Ende gewinnen muss, aber die genauen Bedingungen bleiben immer etwas undurchsichtig. Aber alles in allem ist „Der Nachtzirkus“ ein sehr gutes Buch, dass es schafft den Leser komplett in seine magische, verzaubernde Welt zu ziehen.