756_17532_159305_xxlTitel: Erde

Autor: David Brin

855 Seiten

Preis: 5,99€ (eBook)

 

 

Die Geschichte spielt in der Zukunft, genauer: im Jahr 2038. Durch ein Missgeschick eines Wissenschaftlers ist ein winzig kleines Schwarzes Loch in den Erdkern vorgedrungen. Die Gefahr besteht, dass es die Erde in den nächsten zwei Jahren vollständig verschlungen haben wird. Die Wissenschaftler sind  sich uneinig darüber, ob ein Rettungsversuch der Erde unternommen werden soll, oder ob die Menschheit ausgelöscht werden sollte, um dem Universum eine neue Chance zu geben. Auch sonst geht es der Erde nicht gut. Der Treibhauseffekt ist so weit fortgeschritten, dass ein Großteil des Planeten Wüste ist. Es herrscht Wasserknappheit, die Nahrung-Ressourcen sind erschöpft und eine starke Überbevölkerung hat sich entwickelt. Kann die Erde überhaupt noch gerettet werden?

Der Leser wird direkt am Anfang mitten in die Geschichte geworfen und wird erst einmal mit Informationen praktisch überschüttet. Dazu kommen noch sehr viele physikalische Begriffe und Grundideen, die man als Physik-Laie überhaupt nicht zuordnen oder verstehen kann. Das Problem mit dem Physik-Verständnis zieht sich leider durch das gesamte Buch. Es werden zwar immer mal wieder Ideen und Konzepte ausführlicher erklärt und auch mit Bilder veranschaulicht, aber im Großen und Ganzen ist es doch eher schwer, wirklich alles zu verstehen, wenn man keine Vorkenntnisse besitzt. Jedes Kapitel wir abgeschlossen, durch verschiedene eingefügte Medien, so zum Beispiel Radio-Beiträge oder Artikel aus Zeitschriften und Büchern. Einerseits lockern diese Beiträge die Geschichte auf, aber andererseits kann man sie auch oft nicht ganz dem Kontext zuordnen. Viele Artikel beschäftigen sich mit dem Zustand der Erde und ihren Bewohnern. Der Autor zeigt auf, was passieren könnte, wenn wir weiterhin mit der Erde umgehen, wie es momentan der Fall ist. Dieser Appell zum Umweltschutz ist eine der wichtigsten Botschaften, die man aus dem Buch ziehen kann. Auch die Beiträge zu der Evolution, die immer mal wieder in Artikelform am Ende des Kapitels auftauchen, waren sehr interessant und lehrreich. Man wird anfangs auch mit sehr vielen verschiedenen Handlungssträngen und Personen konfrontiert, wodurch man leicht den Überblick verliert. Im Laufe der Geschichte verflechten sich diese Handlungsstränge aber immer mehr und es entsteht ein großes Gesamtbild. Der Autor, David Brin, ist als Physik-Professor und NASA-Berater tätig und ich könnte mir vorstellen, dass er nach seinen Verhältnissen das Buch super verständlich und vereinfacht geschrieben hat, in Hinsicht auf die Physik. Aber leider konnte zumindest ich ihm nicht sehr einfach folgen. In den USA haben seine Bücher bereits zahlreiche Preise erhalten.

Ich empfehle das Buch jedem, der auf jeden Fall schon Vorkenntnisse im Bereich der Physik besitzt und sich dafür interessiert stark wissenschaftliche Geschichten zu lesen.  Es ist sehr gut vorstellbar, dass es ein ganz anderes und viel besseres Lese-Erlebnis ist, wenn man nicht ganz so ahnungslos wie ich, durch die Geschichte stolpert.

 

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