Kategorie: Rezensionen

Wenn Romanfiguren real werden…

indexTitel: Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen

Autorin: Stefanie Hasse

232 Seiten

Preis: 3,99€ (eBook)

 

Lin ist eine Wächterin der Bibliotheca Elementara und außerdem in der Lage, das Element Luft zu beherrschen. Zusammen mit ihren Freunden Coral, Peter und Ric, die Wasser, Erde und Feuer kontrollieren können, ist es ihre Aufgabe Nacht für Nacht auf die Jagd zu gehen. Sie jagen Charaktere, die aus Büchern herausgelesen wurden und schicken sie mit Hilfe ihres Elements zurück in ihre eigene Welt. Sehnlichst wünscht sich Lin Zac, die Hauptperson aus ihrem Lieblingsbuch „Otherside“, bei ihren nächtlichen Patrouillen zu begegnen. Doch zusammen mit Zac kommen allerhand Probleme aus Otherside. Sowohl die Bücherwelt, wie auch die reale Welt befinden sich in großer Gefahr und nur Lin kann versuchen alles wieder in Ordnung zu bringen.

An sich hat mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Schon die Grundidee der Geschichte ist sehr unterhaltsam, da man bei jedem Charakter, den Lin einfängt, überlegt aus welchem Buch er stammt. Leider finde ich das Buch nur etwas zu kurz geraten. In den knapp 200 Seiten wird zwar alles Notwendige erklärt, jedoch hätte man an einigen Stellen viel intensiver das Geschehen, sowie die Hintergründe erläutern können um es verständlicher zu gestalten. Auch ein bisschen gestört hat mich diese typische, schon tausendmal gelesene Dreiecksbeziehung zwischen Lin, Ric und Zac. Teilweise wurde es zwar durch Lins Gedanken und Kommentare wieder etwas weniger kitschig. Als Viel-Leserin hat Lin ihre eigene Situation oft aus der Position eines normalen Lesers kommentiert, was dem ganzen etwas Frische gibt. Die Charaktere in Book Elements sind oft leider flach, stereotypisch und besitzen nicht viel Tiefe. Trotzdem gefallen mir die Handlung und die Grundidee des Buches wirklich gut. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, weil mir das gewisse Etwas fehlt, um mich neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Ich denke nicht, dass Book Elements Lieblingsbuch-Potenzial hat, aber es ist ganz nett und entspannend für zwischendurch. Außerdem kann man es sehr schnell und gut am Stück durchlesen.

 

Im Kampf gegen das Böse um ihre eigene Freiheit

9783423716512_1466140414000_xxlTitel: Throne of Glass – Die Erwählte

Autorin: Sarah J. Maas

476 Seiten

Preis: 9,95€

 

Celaena Sardothien war die gefürchtetste Assassine von ganz Adarlan. Doch seit sie geschnappt wurde, verbringt sie ihre Tage in Endovier, einem der schlimmsten Arbeitslager des Landes. Bis zu dem Tag, an dem sie von Kronprinz Dorian dazu auserwählt wird, für ihn zu kämpfen. Bei dem Wettkampf treten 24 von Adarlans gefährlichsten Killern gegeneinander an, bis ein Gewinner feststeht. Der Gewinn wird der Champion des Königs und bekommt, nach vier Jahren  an der Seite des Königs, die Freiheit. Ist Celaena nach einem Jahr in Gefangenschaft noch stark genug, sich gegen die anderen Mitstreiter zu behaupten? Und wer steckt hinter den brutalen Ermordungen der Champions?

Um direkt ehrlich zu sein, hat mich das Cover dieses Buches absolut gar nicht angesprochen.  Da ich aber schon viel Positives über das  Buch gehört habe, hab ich der Geschichte doch eine Chance gegeben. Zum Glück! Die Geschichte ist wirklich einmalig und unglaublich spannend. Calaena ist einfach nur Badass, anders kann man sie nicht beschreiben. Bei jeder Kampfszene ist man komplett von ihren Fähigkeiten beeindruckt, trotzdem werden dem Leser auch ihre schwächeren und menschlicheren Seiten gezeigt, wodurch sie super sympathisch wird.

Teile des Buches handeln auch von den Kriegen, die der König von Adarlarn gegen andere Köigreiche führt. Um trotzdem den Überblick behalten zu können, ist auf den ersten Seiten des Buches eine Landkarte, die den gesamten Kontinent zeigt. Und wer liebt nicht eine gute Karte in einem wundervollen Fantasy-Roman. Auch wenn die Kriege des Königs und die Rebellionen oft etwas verwirrend sind, und auch nicht sehr bedeutend für die Geschichte sind, könnte ich mir vorstellen, dass sie in den weiteren Bänden an Bedeutung gewinnen.

Viele der Charaktere haben sehr außergewöhnliche Namen… schon fast zu außergewöhnlich. Mir fällt es immer etwas schwerer, mir Namen zu merken, die ich noch nie vorher gehört habe, oder von denen ich nicht weiß, wie man sie ausspricht. Mit der Zeit gewöhnt man sich allerdings dran, auch wenn das Aussprache-Problem bleibt.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven verschiedener Personen erzählt. Hauptsächlich verfolgt der Leser zwar Caleana, aber gelegentlich wechselt es zu anderen Personen im Schloss, wodurch man als Leser ein größeres Gesamtbild der Geschichte erkennt. Zwischen den einzelnen Erzählabschnitten liegen teilweise sehr große Zeitspannen, die dann kurz in einigen Sätzen ausgefüllt werden. Dadurch bleibt das Buch spannend und es entstehen keine langatmigen Erzählungen. Allerdings passieren in den Zwischenzeiten auch Dinge, von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie etwas detaillierter ausgeführt werden.

Überraschenderweise waren die Wettkämpfe der Champions eher langweilig im Vergleich zum Rest der Geschichte. Meine Erwartungen an das Buch waren, dass es sich hauptsächlich um die Kämpfe und das Ausscheiden der Champions geht. Stattdessen nimmt das Rätsel um die nächtlichen Morde einen bedeutenden Teil des Buches ein. Das Rätsel um die mysteriösen Tode ist schon fast gruselig und löst immer wieder kleine Gänsehaut-Momente aus.

Throne of Glass ist eine erfrischende Mischung aus der Panem-Trilogie und der Selection-Reihe. Die Geschichte vereint die Stärke und kämpferischen Fähigkeiten, wie wir sie bereits von Katniss kennen, mit der Idee eines royalen Auswahlverfahrens. Ich empfehle das Buch allen Fans von dieser Art von Young Adult und Fantasy Romanen.

Memories to do – Allies Liste

memories-to-doTitel: Memories to do – Allies Liste

Autorin: Linda Schipp

Verlag: Drachenmond Verlag

Preis: 12,90 € (TB)

 

In ein Schwimmbad einbrechen, zu einem Candle-Light-Dinner ausgeführt werden, mich an meine Hochzeit erinnern … Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit zieht. Im Leben der 34-jährigen Allie ist nichts mehr von dem übrig, was ihr als Teenager wichtig war nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest.

Als ich mir Memories to im Sommer spontan ausgesucht habe, war das hauptsächlich deswegen, weil mir das Cover (*-*) sowie der Klappentext auf direktem Weg ins Herz gesprungen sind. Ein weiter nicht unbedeutender Grund war das bezaubernde Lächeln von Linda Schipp, die mit gezücktem Kugelschreiber hinter einem Stapel ihrer Bücher saß. Danke für die lieben Worte, die Du in mein Memories to do geschrieben hast!  🙂

Rezi: Memories to do beginnt im Juni 2071. Ein mega guter Prolog, der mich entgegen meiner Befürchtung überhaupt nicht verwirrt hat (weil er in der Zukunft spielt), sondern perfekt zum eigentlichen Beginn der Geschichte begleitet hat.
In Memories to do geht es um Allie, die aufgrund eines Unfalls eine Amnesie erlitten hat. Fast all Ihre Erinnerungen sind gelöscht. Fast! Denn an das Jahr 1997 erinnert sich Allie. Ebenso an all das davor.
17 Jahre Erinnerungen einfach gelöscht. Allie steht einem Ehemann gegenüber, der ihr fremd ist. Auch ihr Sohn ist ihr fremd. Wie schlimm muss das sein, wenn man sich selbst nicht kennt und alle um einen Fremde sind?
An ihre Jugend und ihren besten Freund Luis erinnert sie sich aber sehr wohl. So sehr sogar, dass sie am Anfang tatsächlich dachte es wäre 1997.
Allie ist so verzweifelt und wünscht sich nichts mehr als ihr Leben zurück. Und so kommt es, dass sie Luis wiedersieht. Er soll Allie helfen sich zu erinnern. Fährt deshalb mit ihr in ihre alte Heimatstadt Townsend…
Alles was dann jedoch geschieht und wie alles Endet, kann ich natürlich nicht verraten, denn dann wäre das tolle feeling beim lesen dahin. 😛 Der Klappentext verrät ja noch ein bisschen was 😉
Mich haben auf jeden Fall die Charaktere abgeholt und die Geschichte hat mich mitgenommen! So richtig! <3

Die Charaktere wirken lebendig und jeder auf seine Art speziell und auch liebenswürdig. Und damit meine ich alle! Hauptcharaktere sowie beispielsweise die Bewohner Townsends.
Und Townsend – ja was soll ich sagen – ich habe mich ein bisschen in dieses Städtchen verliebt.
Linda Schipp hat all das so zauberhaft beschrieben, dass einem leicht fällt in die Geschichte einzutauchen und mitzufühlen. Es war auch zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil! Dieses Buch bietet alles was man sich an Emotionen, Spannung, Abwechslung und am wichtigsten: einem guten Plot, wünschen kann.

Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch mit Gefahr zum verlieben!
Empfehlung:Kaufen!

Außergewöhnlicher und Spannender Sci-Fi Auftakt

Titel: Giants – Sie sind erwacht

Autor: Sylvain Neuvel

Preis: 14,99€

416 Seiten

 

Als kleines Mädchen stößt Rose Franklin beim Spielen auf eine riesige Metallhand. Diesem Fund widmet sie als erwachsene und promovierte Physikerin ihre Forschung. Zusammen mit einem Team aus Experten forscht sie an der Hand und den Schriftzeichen, die zusammen mit ihr entdeckt wurden. Schnell wird klar, dass die Hand zu einem gigantischen Roboterkörper gehört, dessen Teile über die ganze Erde verteilt liegen. In gefährlichen Rettungsaktionen werden einige Teile geborgen und allmählich finden sich Antworten. Doch die Mysterien, wie der Roboter auf die Erde gelangt ist, woher er stammt und zu was er zu gebrauchen ist, sind gar nicht mal so leicht zu lüften.

Hier gehts zur Leseprobe

Das auffälligste und außergewöhnlichste an „Giants“ ist, dass fast das gesamte Buch in einem Dialog geschrieben ist. Auch wenn es erst einige Kapitel gebraucht hat, bis ich mich an diesen ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt habe, hat es mir letztendlich doch sehr gut gefallen. Es ist einfach mal etwas anderes! Das macht das ganze Leseerlebnis viel spannender und abwechslungsreicher. Um den Faden nicht zu verlieren, muss man sehr konzentriert lesen, denn  sowohl die Fragen, wie auch die Antworten in dem Gespräch sind meistens knapp, direkt und wechseln schnell das Thema. Der Dialog findet immer zwischen dem gleichen Interviewer, dessen Identität unbekannt ist, und einem der Personen aus dem Buch statt. Von demjenigen, der die Fragen stellt, wird im Laufe des Buches allerdings nicht viel bekannt. Es scheint ein Mann zu sein, der die Fäden der Robotermission mehr oder weniger im Hintergrund zieht. Er ist sehr einflussreich und vorrausschauend, aber keiner amerikanischen Organisation oder dem Geheimdienst untergestellt. In jeder Kapitelüberschrift steht, wer der Gesprächspartner für die nächsten Seiten ist. Anfangs kommt man leicht mit den Namen des Wissenschaftsteams durcheinander, aber da allgemein nicht sehr viele verschiedene Menschen in dem Roman auftauchen, gewöhnt man sich auch daran leicht.

Gelegentlich werden auch andere Arten der Informationsvermittlung eingestreut, zum Beispiel Tagebucheintrage des Teams, Versuchsprotokolle oder Zeitungsartikel. Es lockert das Buch immer mal wieder auf, kurze Abschnitte zu lesen, die nicht in Gesprächsform verfasst sind. Außerdem erhält man bei den Tagebucheinträgen Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Wissenschaftler, die sie nicht vor dem mysteriösen Interviewer äußern würden, wie beispielsweise der innere Konflikt zwischen dem Nutzen und der Gefahr, die von dem Roboter ausgehen könnte. Dadurch, und auch durch die verschiedenen Gesprächspartner, entwickelt sich ein Gesamtbild der Geschichte. Allerdings ist es oft unklar, wie viel Zeit zwischen den verschiedenen Beiträgen vergangen ist und man kann es nur grob schätzen anhand des Gesagten, was aber dem Buch keinen Abbruch tut.

Besonders spannend ist das Rätsel über die Herkunft des Roboters, welches leider noch nicht abschließend geklärt wurde in diesem Buch. Da „Giants“ aber erst der erste Teil einer Reihe ist, freue ich mich schon, mehr darüber in dem kommenden Teil zu lesen. Die Entdeckung des Roboters ist ein einschneidendes Erlebnis für alle beteiligten. Teilweise bringt es sehr dunkle Abgründe einiger Menschen zum Vorschein, aber auch auf weniger persönlichen Ebenen, steht plötzlich der Weltfrieden auf der Kippe.

Auf den letzten Seiten fangen sich die Ereignisse an zu überstürzen. Obwohl das Buch weiterhin in einem Dialog verfasst ist, werden die actionreichen Szenen gut vermittelt, indem der Interviewer sozusagen live zugeschaltet ist und mit einem der Protagonisten telefoniert. So bekommt der Leser das direkte Geschehen mit und nicht nur Aufzeichnungen oder Rückblicke, die die Situation weniger spannend machen würden.

Das Buch endet mit einer riesigen und unerwarteten Entwicklung, dessen Auflösung ich kaum erwarten kann. Leider erscheint der zweite Teil auf Englisch erst im April 2017, wann die deutsche Übersetzung veröffentlicht wird habe ich leider nicht gefunden.

Sie hat die Wahl: Als Mörderin gehängt, oder als Vorkosterin vergiftet?

51l96ce5szl-_sy346_Titel: Yelena und die Magierin des Südens

Autorin: Maria V. Snyder

465 Seiten

Preis: 7,49€ (eBook)

 

Wegen eines Mordes zum Tode verurteilt, wartet Yelena im Gefängnis auf ihre Hinrichtung. Im letzten Moment wird ihr die Möglichkeit gegeben, die Vorkosterin des Kommandanten von Ixia zu werden, anstatt gehängt zu werden. Durch ihre neue Aufgabe schwebt sie in der ständigen Gefahr bei einem Anschlag auf den Kommandanten vergiftet zu werden. Gleichzeitig ist der Job auch eine Chance auf ein neues Leben. Von dem Sicherheitschef Valek wird sie dazu trainiert möglichst schnell und präzise verschiedene Gifte zu identifizieren. Während ihrer Ausbildung wird Yelena von Valek Schmetterlingsstaub untergemischt. Von nun an muss sich Yelena jeden Morgen das Gegenmittel geben lassen, um nicht durch den Schmetterlingsstaub eines qualvollen Todes zu sterben. Währenddessen planen Rebellen den Sturz des Kommandanten. Yelena wird unfreiwillig in das Geschehen verwickelt und entdeckt dabei zufällig, dass sie magische Kräfte besitzt. Magie ist in Ixia streng verboten und Yelena bringt sich ein weiteres Mal, allein durch den Besitz ihrer magischen Fähigkeiten in Lebensgefahr.

„Yelena und die Magierin des Südens“ ist eines von den Büchern, die man kaum aus den Händen legen kann weil man immer wissen will wie es weiter geht. Wenn ich morgens zufällig aufgewacht bin bevor mein Wecker geklingelt hat, hab ich abgewogen ob ich noch Schlaf brauche oder ob ich nicht lieber weiter lesen will. Meistens hat das Buch gewonnen. Ja, dieses Buch ist so wundervoll, dass ich sogar meinen Schlaf dafür geopfert habe. Die Charaktere sind einfach so gut und interessant geschrieben. Vor allem die beiden Protagonisten, Yelena und Valek, haben wirklich viel Tiefe und sind starke Persönlichkeiten. Im Verlauf des Buches erfährt man immer mehr über Yelenas Vorgeschichte und wie sie dort gelandet ist, wo sie jetzt ist. Teilweise werden wirklich brutale und intensive Szenen beschrieben. Mehr als einmal musste ich das Buch kurz zur Seite legen um das Gelesene zu verdauen. Die Handlung ist durchgehend spannend und es passieren immer wieder komplett unerwartete Dinge, die sich perfekt in die Geschichte einfügen. Ich kann das Buch wirklich jedem absolut empfehlen. Ich konnte es kaum erwarten den zweiten Teil in die Finger zu bekommen. In „Yelena und der Mörder von Sitia“ geht es genauso spannend weiter. Obwohl der dritte Teil noch unberührt auf meinem Nachttisch liegt, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Trilogie genauso überragend endet, wie sie auch Angefangen hat.

Wer danach immer noch nicht genug bekommen kann von den Ländern Ixia und Sitia, kann direkt mit der Glass-Reihe (Storm Glass; Sea Glass; Spy Glass)  anschließen. Die zweite Trilogie spielt zwar noch in der gleichen Welt, erzählt aber die Geschichte eines anderen Mädchens.

Leider gibt es die Bücher auf deutsch mittlerweile nur noch als eBook. Ich hab sie alle im Englischen Original gelesen, wo der erste Teil „Poison Study“ heißt. Die Cover im Englischen sind um einiges ansprechender als das deutsche Cover. Trotzdem ist „Yelena und die Magierin des Südens“ ein ein außergewöhnliches Buch, welches viiiiiiieeel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Da ich, wie gesagt, die Reihe nur in Englisch gelesen habe, kann ich leider nichts über die deutsche Übersetzung sagen. Ich hoffe, dass sie genauso gelungen ist wie diese wundervolle Geschichte.

Liebesdrama um eine Halbelfe

divinitas-736x1030Titel: Divinitas

Autorin: Asuka Lionera

337 Seiten

Preis: 14,90€

 

Fye ist eine Halbelfe. Sie wird von den Menschen gehasst und gefürchtet, während sie von den Elfen verstoßen wird. Deswegen lebt sie zurückgezogen im Wald und vermeidet Kontakt mit der Außenwelt. Doch als sie eines Tages gezwungen ist das nächstgelegene Dorf zu besuchen, wird sie von den königlichen Rittern entdeckt und festgenommen. Ihr droht die Verurteilung zum Tod durch Verbrennung. Doch sie hat Glück und wird von einem mysteriösen Retter befreit. Zusammen flüchten sie vor den königlichen Wachen. Entwickelt sich mehr zwischen den beiden? Und was ist das dunkle Geheimnis von Fyes Retter?

Da es sich um ein Buch aus dem Drachenmond Verlag hier handelt ist schon fast zu erwarten, dass das Cover mal wieder wunderschön gestaltet ist. In diesem Fall ist es nicht nur unglaublich hübsch anzusehen, sondern passt auch perfekt zu den Charakteren aus Divinitas.

Zu Beginn des Buches hat man viele Fragen, zum Beispiel wieso Fye so alleine ist und wieso Halbelfen von der ganzen Welt gehasst werden obwohl sie doch ganz lieb sind (in Fyes Fall natürlich). Man hat schon sehr viel Mitleid mit Fye, wenn sie von einer Ungerechtigkeit in die nächste stolpert. Teilweise werden im Laufe des Buches Antworten auf diese Fragen gegeben, allerdings hätte ich mir viel mehr Infos über die Vergangenheit von Fye und ihren Eltern gewünscht. Auch die vielen verschiedenen Arten der Elfen (Hochelfe, Dunkelelfe, Waldelfe, usw.) werden viel zu wenig ausgeschmückt und erklärt. Viel mehr werden sie für den Leser einfach so in den Raum geworfen und es würde auch kein Unterschied machen, wenn einfach nur von Elfen im Allgemeinen die Rede wäre.

Sobald Fye auf ihren Retter trifft, fängt die Schwärmerei auch schon an. Ich kann es absolut nicht leiden, wenn Charaktere beim Anblick eines gut aussehenden Männchens sofort in eine Art dumm-dämliche, naive Verliebtheit rutschen und nichts anderes mehr wahrnehmen als seine Bauchmuskeln. Die Schilderungen von Fye nehmen schon fast Twilight-Ausmaße an. Auch das krankhaft besitzergreifende Verhalten von Fyes Retter erinnert schon stark an Edward. Um das Liebesdrama perfekt zu machen, taucht natürlich auch noch eine dritte Partei auf, die ein klassisches Liebesdreieck entstehen lässt. Trotzdem ist die Liebesgeschichte von Fye und ihrem Retter eigentlich ganz knuffig und romantisch. (Falls ihr euch wundert wieso ich immer nur von „Fyes Retter“ spreche und ob der arme Bub keinen Namen hat: Die Identität von dem jungen Herren ist sehr  wichtig für die Geschichte und ich möchte euch dann doch nicht zu viel spoilern, also pssssht)

Im Verlauf des Buches wechselt gelegentlich die Erzählperspektive zwischen Fye und ihrem Retter. Von Fye wird sozusagen die Geschichte erzählt, während man bei den Abschnitten aus der Sicht ihres Retters seine Gefühle und Einstellungen gegenüber den Situationen geschildert bekommt. Teilweise springt er dazu nochmal ein Stück in die Vergangenheit mit seinen Erzählungen. Dieser Wechsel ist wirklich gut um gewisse Reaktionen (vor allem von Fyes Retter) besser zu verstehen und besser einordnen zu können. Es gibt oft einen völlig neuen Sichtpunkt auf die Ereignisse.

Gegen Ende des Buches gibt es immer größere Zeitsprünge und die Handlung plätschert gefühlt nur noch so vor sich hin, was die Geschichte etwas langatmig macht. Obwohl in diesem Abschnitt noch einiges passiert, hat mich der Teil des Buches am wenigsten gefesselt.

Auch wenn meine Rezi sich leider sehr negativ anhört, muss ich sagen, dass ich das Buch insgesamt nicht schlecht fand. Es hat mich durchaus unterhalten und war schnell zu lesen. Lieblingsbuch-Potenzial hat es allerdings nicht. Ich würde es allen Lesern empfehlen, die gerne Liebesgeschichten und Liebesdramas, gepaart mit etwas Action, lesen.

Die Furcht der Drachen…ein Buch kann dein Leben verändern

61pk385al7lTitel: Die Furcht der Drachen

Autorin: Silvia Wadhwa

262 Seiten

Preis: 9,62€ (TB)

          4,47€ (eBook)

          oder kostenlos bei KindleUnlimited

 

Als Charlotte in einem verstaubten, antiken Buchladen ein mysteriöses Buch vor die Füße fällt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Das Drachenbuch scheint sie gefunden zu haben. Es entfesselt Kräfte und Fähigkeiten in ihr, die Charlotte vorher nicht kannte.  Doch das Buch ist auch eine Bedrohung, denn was verbirgt sich hinter dem mysteriösen Drachenbuch? Das Buch verändert Charlottes Leben grundlegend. Sie wird zur Zielscheibe einiger Unbekannten, die Jagd auf sie und das Buch machen.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an direkt mitgenommen. Der Erzählstil ist sehr angenehm zu lesen, unterhaltsam aber trotzdem irgendwie düster und tiefsinnig, also absolut passend zur Handlung. Die Geschichte wird von Charlotte rückblickend von Beginn an erzählt. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto mehr andere Perspektiven von vorerst unbekannten Charakteren und Ausschnitte aus dem Drachenbuch werden in Charlottes Erzählungen eingeschoben. Anfangs werden die Umstände des Krieges geschildert und das Buch nimmt eher die Form eines historischen Romans an. Auch hier wird sehr spannend erzählt und ungeschönte Wahrheiten angesprochen, aber man erwartet schon fast keine Fantasy-Handlung mehr. Das Buch wird noch viel interessanter durch die Fantasy-Anteile die dann doch noch hinzukommen und sich trotzdem sehr gut in die Geschichte einfügen. Besonders unterhaltsam sind die Bezüge zu realen Personen oder Geschehen, weil sie die Geschichte quasi in unsere Welt bringen.

Die Auszüge aus dem Drachenbuch sind einerseits wirklich spannend und bringen Licht in das Dunkel der vielen Fragen und mysteriösen Entwicklungen, aber werden auch immer komplizierter und man verliert leicht den Überblick über die vielen verschiedenen Gruppierungen und Namen. Nach und nach wird man immer weiter in die Welt der Drachen eingeführt und die Zusammenhänge werden klarer.

Die Furcht der Drachen hat mir als Geschichte wirklich sehr gut gefallen, aber an der Formatierung und Strukturierung des Textes kann noch einiges verbessert werden. So hätte es mir zum Beispiel auch gut gefallen, wenn die Geschichte in Kapitel aufgeteilt wäre, denn die einzelnen Abschnitte waren nur durch größere Absätze und Zeichen gekennzeichnet.

Ich empfehle das Buch jedem, der begeistert von Fantasy- und Drachengeschichten ist. Die Furcht der Drachen ist ein wirklich gut geschriebenes Buch mit einer spannenden Geschichte, an dem bestimmt jeder seine Freude finden kann.

Beauty Hawk – Der Fluch der Sturmprinzessin – Ein Segen für den Leser

9783551300669Titel: Beauty Hawk – Der Fluch der Sturmprinzessin

Autor: Andreas Dutter

Verlag: Impress

Preis: 12,99 € (TB) oder 3,99 € (ebook)

**Glamour und schwarze Federn** Die 17-jährige Cecilia ist DER aufsteigende Stern am YouTube-Himmel der Beautychannels. Gerade hat sie die unglaubliche Zahl einer halben Million Abonnenten erreicht und wird überall gefeiert, außer in ihrer Schule, wo man sie aus Neid und Misstrauen meidet. Die Abneigung ihr gegenüber geht sogar so weit, dass Cecilia anfängt, dunkle Prophezeiungen zu erhalten. Erst vermutet sie, dass der unheimliche Neue Tristan dahintersteckt. Doch dann wird sie völlig unvorhergesehen vom Schulschwarm Knox auf ein Date eingeladen, der ihr eine Welt eröffnet, die sie alles in einem anderen Licht sehen lässt. Darunter ihre eigene Identität. Aber auch die Absichten von Tristan. //Textauszug: Plötzlich schien die Welt um uns ihre Farbe zu verlieren und war in Schwarz-Weiß gehüllt. ›Hat sich gerade seine Augenfarbe geändert oder habe ich mir das nur eingebildet?‹ Die Bewegungen der anderen Schüler verlangsamten sich und verschwammen ineinander. Doch das nahm ich nur nebenbei wahr, da ich es einfach nicht schaffte, meinen Blick von ihm loszureißen. ›Was macht er mit mir?‹ Es fühlte sich an, als würden seine nachtschwarzen Augen mich paralysieren. Sie flackerten plötzlich und wechselten blitzschnell wieder die Farbe. ›Träume ich?‹ Ich konnte nicht mehr klar denken und hatte Angst, meinen Verstand zu verlieren.

Rezi: Der flüssige, humorvolle und freche Schreibstil von Andreas Dutter sorgt dafür, dass zitat12-1der Leser direkt in die Welt von Beauty Hawk eintauchen kann. Die Charaktere sind sehr lebendig und absolut liebenswert. Zu Anfang der Geschichte lernt man Cecilia als Beauty
Bloggerin alias Beauty Hawk kennen und ich glaube ab diesem Zeitpunkt hat sie mich auch schon in ihren Bann gezogen. Cecilia ist bezaubernd und es ist kaum zu glauben, dass sie in ihrer Schule als Außenseiter gilt, ja sogar gemobbt wird.
Tristan ist der typische Nerd, ebenfalls Außenseiter, leicht geheimnisvoll und hat seine Gründe in Cecilias Leben zu treten, welches von diesem Zeitpunkt an total aus den zitat02-1Fugen gerät. Und doch haben sie ihre ganz eigene, tiefe Verbindung zueinander.
Eigentlich fehlt es dem Buch an nichts! Die Spannung der Geschichte um die Harpyien und Garuda’s wird zu jeder Zeit gehalten und immer wieder gesteigert – bis zum Ende! Denn gerade zum Ende oder besser gesagt Finale ist Beauty Hawk ein Pageturner!
Wichtig ist mir auch zu sagen, dass an den passenden Stelle immer eine ordentliche Portion Humor gegeben war und dies der Story noch mal das Gewisse Etwas verlieh.

Mir hat es wirklich gut gefallen und meine Gedanken waren auch noch einige Zeit nach Beenden des Buches dort gefangen. Toll! zitat01-1

Die Zitate sind übrigens aus meinen Lieblingsstellen im Buch 😉

Lieber Andi, an dieser Stelle möchte ich Dir sagen, dass ich sogar die Danksagung bis zum letzten Wort verschlungen habe! Danke für diese wundervolle Geschichte, die ebenso wundervollen und liebenswerten Charaktere (Ich liebe Cecilia!) und für das Herzblut, dass Du investiert hast – ist ist in jedem Wort spürbar.
P.S.: Eine Fortsetzung wäre sooo Mega Plasma Cool! 😀

 

Die erste Mission der Menschheit zum Mars

9783453317741_coverTitel: Mars

Autor: Ben Bova

796 Seiten

Preis: 16,99€

 

Das erste Forschungsteam auf dem Mars , bestehend aus fünfundzwanzig Wissenschaftlern und Astronauten verschiedener Herkunft, hat sich zur Aufgabe gemacht den Planeten zu erforschen. Das ultimative Ziel wäre natürlich Leben oder Hinweise auf vergangenes Leben zu finden. Doch zwischen Meteoriteneinschläge und den feindlichen Lebensbedingungen der Marsoberfläche ist es nur schwer ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Vorgaben der Politikern und des Entscheidungsausschusses machen das Leben des Forschungsteams auch nicht leichter. Als dann noch eine unbekannte Marskrankheit unter den Forschern ausbricht, droht ihre Mission letztendlich doch noch zu scheitern.

Die Geschichte beginnt mit der Landung auf dem Mars. In Rückblenden wird erzählt, wie die Mission entstanden ist, wie das Training der Astronauten aussah, wie einzelne Charaktere überhaupt zu ihrem Traum einer Marsmission gekommen sind und wie die neunmonatige Reise zum Mars abgelaufen ist. Vor allem diese Rückblenden geben dem Leser viel Auskunft über einzelne Charakterzüge und sind deswegen besonders spannend und aufschlussreich. Gerade zu Beginn des Buches finden sind die Abschnitte, die in der Vergangenheit spielen besonders lang, während die Handlung auf dem Mars nur schleppend vorankommt.

Die Erzählperspektive wechselt oft zwischen Menschen auf der Erde und dem Mars und fokussiert dabei  unterschiedliche Personen, die dann im Mittelpunkt der Handlung stehen. Dadurch ergeben sich auch eine Menge verschiedene Handlungsorte, auf der Erde, sowie auf dem Mars und im Marsorbit. Zwischendurch werden gelegentlich kurze Kapitel mit Fakten über den Mars oder die Erde eingestreut, die den wissenschaftlichen Anteil des Buches erhöhen und sehr informativ sind. Sonst wird sich in dem Roman eher weniger auf wissenschaftliche Erklärungen und Fakten versteift, stattdessen werden diese ganz natürlich in den Verlauf der Geschichte eingesponnen. Auch die Beschreibungen von den Gegebenheiten auf dem Mars sind so realistisch, dass man fast vergisst, dass noch kein Mensch auf dem Mars war, um diese Erfahrungen gemacht und dem Autor berichtet haben zu können. Doch so detailliert, wie die Umgebung und sogar der Geruch beschrieben wird, ist es nicht schwer sich selbst auf dem Mars wiederzufinden.

Während des Buches werden ausführlich die Entscheidungsprozesse und Verhandlungen mit den Politikern beschrieben. Es ist einerseits spannend zu lesen, wie sich ein ganzes Netz aus gegenseitiger Abhängigkeit entfaltet, aber es war für meinen Geschmack schon fast zu viel Politik und zu wenig wissenschaftliche Aspekte vertreten.

Während der Marsmission entwickeln sich auch kleinere Liebschaften, Interessen und Beziehungen zwischen den Charakteren. Zum Teil tragen diese Liebeleien dazu bei, die Persönlichkeiten der Charaktere realistischer zu gestalten, aber gelegentlich war es einfach unpassend zu der Geschichte.

Schade fand ich auch, dass nicht alle Marstage beschrieben wurden und teilweise große Lücken zwischen den Erzählungen waren, ohne wirkliche Erklärungen, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Das Buch hat mich wirklich gefesselt durch seine angenehmen Schreibstil und der spannenden Thematik, sodass ich es in einigen, wenigen Tagen komplett durchgelesen hatte. Es ist eine interessante und mögliche Schilderung, wie eine Mission zum Mars ablaufen könnte. Ich empfehle den Roman jedem, der sich für Raumfahrt und die Erkundung des Weltraums, bzw. unseres Sonnensystems interessiert.  Aber durch die verschiedenen Persönlichkeiten, die in dem Buch aufeinander treffen und die vielen angeschnittenen Themenbereiche, ist für jeden etwas dabei.

 

Die Alchimisten-Saga geht in die zweite Runde

351_41905_165585_xxlTitel: Die Unsterbliche

Reihe:  Alchimisten-Saga

Autor: Kai Meyer

410 Seiten (+ Specials insgesamt 462 Seiten)

Preis: 9,99€

 

ACHTUNG: Dies ist der zweite Teil einer Reihe! Hier gehts zu Teil 1.

 

Auras und Gillians Liebe ist an der Bürde der Unsterblichkeit zerbrochen. Jetzt gehen sie getrennte Wege. Während Aura quer durch Europa reist auf der Suche nach dem Word der Schöpfung, begegnen ihr immer wieder die gleichen okkulten Symbole, die jemand speziell für sie zu platzieren scheint. Doch was steckt dahinter? Gillian ist derweil im Auftrag des Tempel Novums unterwegs und auf der Suche nach dem Templerschatz. Als sich Auras und Gillians gemeinsamer Sohn, Gian, mit ihren Feinden verbündet, kreuzen sich ihre Wege erneut.

Hier gehts zur Leseprobe

Wie bereits in „Die Alchimistin“ ist die Geschichte um Aura und Gillian unfassbar mysteriös, spannend und faszinierend. Die Handlung setzt zehn Jahre nach dem Ende des ersten Teils ein, und es dauert eine Weile, bis der Leser die Geschehnisse dieser Zeit durch Erzählungen der Hauptcharaktere entschlüsselt bekommt. Die Vergangenheit wird nach und nach aufgearbeitet und bringt den Leser auf den aktuellsten Stand. Außerdem spielt die Fortsetzung in einer völlig anderen Szenerie und unterscheidet sich alleine deswegen schon sehr stark von dem erste Band. Leider, leider, leider sind Aura du Gillian kein Paar mehr. Ich fand ihre Geschichte in Teil eins so schön und hätte mir gewünscht, dass sie zusammen die Ewigkeit verbringen, aber es sollte wohl nicht sein. Durch die vielen aufgespaltenen Handlungsstränge, die sich am Ende des Buches vereinen, gibt es sehr viele Perspektivwechsel, die zu Beginn verschiedene Geschichten zu erzählen scheinen, sich aber im Laufe des Buches immer mehr einander annähern.  Der Erzählstil von Kai Meyer in der Alchimisten-Saga ist sehr düster und erzeugt dadurch eine ganz eigene Spannung und Faszination beim Lesen. Auch dieses Mal gibt es wieder neue Rätsel, die die Geschichte unvorhersehbar machen und nie langweilig werden. Besonders cool ist dabei, dass Meyer reale, alte Mythen, Erzählungen  und Überlieferungen aufgegriffen hat um seine Geschichte um diese zu spinnen. Gegen Ende zieht sich das Buch leider etwas. Obwohl die Auflösung eigentlich immer der spannendste Teil eines Buches ist, fand ich in diesem Fall die vorherige Handlung um einiges interessanter.

 Auch in diesem Band gibt es am Ende des Buches zusätzliche Texte zur Entstehung des Romans, die die Herkunft verschiedener Charaktere, Orte oder Gegenstände erläutern. Beim Lesen dieser Zusatztexte wir einem erst bewusst, wie viel Recherche-Arbeit in diesen Roman geflossen ist. Wirklich beeindruckend.

Ich empfehle das Buch jedem, der natürlich schon den ersten Teil super fand. Die Alchimisten-Saga ist wirklich mal eine ganz neue Art von Geschichte, die ich so vorher noch nicht gelesen habe. Für jeden Mystery-Fan, der auf die etwas düsteren Geschichten steht, ist diese Reihe absolut richtig!