Kategorie: Rezensionen

Morgen lieb ich Dich für immer

Titel: Morgen lieb ich dich für immer

Autor: Jennifer L. Armentrout

Verlag: cbt

544 Seiten

Broschiert 12,99 €

3.5 Stars (3,5 / 5)

 

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt.

Rezi: Das Buch beginnt in der Kindheit der Hauptprotagonisten Mallory und Rider. Dem Leser wird eine Schlüsselsituation gezeigt, die für den weiteren Verlauf der Story nicht unwichtig ist.
Für mich eine absolut gelungene Einleitung, die neugierig und Lust auf mehr gemacht hat.
Die Geschichte selbst beginnt dann erst 4 Jahre später.
Mallory und Rider führen getrennt von einander völlig neue Leben – beide viel bessere als das damalige gemeinsame.
Jedoch eben getrennt voneinander und keiner der beiden hätte es je für möglich gehalten, den anderen wiederzusehen. Völlig überraschend passiert allerdings genau das!
Die Wiedersehensfreude ist natürlich riesen groß und das alte Band der Freundschaft und Zuneigung immer noch sehr stark. Mallory und Rider verbringen viel Zeit miteinander und lernen sich teilweise neu kennen.
Sie beginnen sich Gedanken über all das was gerade mit ihnen passiert zu machen, versuchen neue Verhaltensweisen des Gegenüber zu analysieren und auch Schlüsse zu ziehen. Was ist Sein und was Schein?
Es kommen Gefühle ins Spiel. Doch von welcher Art sind diese?  Schafft man es überhaupt in der Gegenwart zusammen zu bestehen, wenn einen scheinbar nur die Vergangenheit verbindet? Und kann man mit so einer Vergangenheit überhaupt eine richtige Zukunft haben? Ist man selbst „echt“? All das müssen Mallory und Rider rausfinden – beide zusammen und jeder für sich.
Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mich dieses Buch aber nicht wie erwartet mitgerissen hat. Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout war zwar wie gewohnt flüssig und leicht und die Story an sich auch wirklich gut, für meinen Geschmack plätscherte die Geschichte aber zu oft einfach so dahin. Es fehlte mir die ein oder andere Spannungsphase und leider waren für mich auch einige Handlungen vorhersehbar.
Trotzdem ist mein Fazit über dieses Buch positiv, da die Story gut sehr authentisch geschrieben ist. Beide Hauptcharaktere kommen sehr echt und liebenswert rüber. Man möchte einfach mehr über die beiden erfahren und wissen wie ihre gemeinsame Geschichte weiter geht. Zum Ende möchte gar nicht viel sagen. Es hat mir – obwohl klischeebehaftet – gut gefallen.

Snow Heart – Das Flüstern der Kälte

Titel: Snow Heart – Das Flüstern der Kälte

Autor: Olivia Mikula (Andreas Dutter)

Drachenmond Verlag,   288 Seiten

Preis: 12,90 €

4.5 Stars (4,5 / 5)

Zwei wie Schnee und Feuer!
Caspara steht kurz vor ihrem Studienabschluss und bestreitet ihr Leben wie jede andere junge Frau bis auf einen Unterschied: Sie ist die Wiedergeburt einer Schneefrau. Jedoch führen die Eiskräfte auch unweigerlich zu ihrem Tod. Aus diesem Grund setzt sie ihre Fähigkeiten nur selten ein. Das ändert sich, als sie Wyatt kennenlernt. Mit ihm tauchen Wesen auf, die Casparas Macht erlangen wollen. Dringend braucht sie einen Plan, um ihre Feinde zu vernichten, ohne ihr Leben dabei zu verlieren. Doch lohnt es sich tatsächlich, für Wyatt zu sterben?

Rezi: Snow Heart hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte beginnt mit Caspara, die mit ihren bisher noch unbeherrschten und kräftezehrenden Fähigkeiten einer Schneefrau ihren Alltag bestreiten muss. Es gibt nur eine einzige Person, die ihr wirklich nahe steht, der sie vertrauen kann. Nur eine, die ihr Geheimnis eine Schneefrau zu sein kennt und sie versucht zu beschützen – ihre Oma!
Die beiden leben zusammen und haben eine ganz besondere Beziehung zueinander.

Dann taucht jedoch Wyatt auf und die Geschichte wird wirklich turbulent! Die beiden haben wenig Zeit sich kennen zu lernen und sind sich dennoch nach kurzer Zeit schon vertraut. Im gemeinsamen Kampf gegen die bösen Mächte wachsen sie immer mehr zusammen. In diesem Buch jagt wirklich ein Ereignis das Nächste und immer wieder „knallt“ es von jetzt auf gleich. Man kommt als Leser kaum zu Atem und es wird wirklich nie langweilig! Im letzten Drittel habe ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Eine krasse Wendung in der Geschichte hat mich gefesselt und ich wollte natürlich unbedingt wissen ob die Dinge sind wie sie scheinen oder ob der Schein trügt. Das Ende hat mir auch wieder richtig gut gefallen. Der Epilog hatte etwas zauberhaftes.

Caspara ist mir direkt durch ihre quirlige, freche aber auch witzige Art ans Herz gewachsen. Sie ist stets vorlaut und spricht fließend sarkastisch, was mir beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat. Wyatt ist genau so sensibel wie impulsiv und lässt seinen Gefühlen (und Tränen) gerne mal freien Lauf. Allerdings ist er ebenfalls mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet und versucht sich oft (mal mehr und mal weniger erfolgreich) gegen Caspara zu behaupten.Sehr unterhaltsam!

Von mir eine klare Kaufempfehlung für Snow Heart!
Nicht nur weil das Buch einfach toll ist
Geschichte – toll
Cover -toll
Schreibstil – toll
sondern auch weil der Autor
– Andreas Dutter (Olivia Mikula) –
einfach mega toll ist und ich mir wünsche noch viele Geschichten von ihm lesen zu können!

Wie fehlerhaft bist du?

Titel: Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Autorin: Cecilia Ahern

480 Seiten

Preis: 18,99€

5 Stars (5 / 5)

 

Das Leben der 17- Jährigen Celestine ist perfekt. Sie hat alles, was man sich wünschen könnte. Doch als sie eines Tages einen Fehler begeht wird sie ins Gefängis geworfen und als fehlerhaft gebranntmarkt. Als fehleraft verurteilt zu sein ändert alles. Zu einem Leben am Rande der Gesellschaft verurteilt muss Celestine um die einfachsten Rechte, ihre große Liebe und um ihre Zukunft kämpfen.

Ich war dem Buch anfangs sehr skepisch gegenüber, weil ich Cecilia Ahern nur von P.S. Ich liebe dich und Vergiss mein nicht kannte. Beide Bücher hatte ich angefangen zu lesen und beide Bücher habe ich nach nichtmal 50 Seiten auch wieder abgebrochen, weil sie mir einfach nicht gefallen haben. Deswegen war ich überrascht, wie schnell ich Flawed innerhalb eines Tages verschlungen hatte .Die kurzen Kapitel machen es quasi unmöglich, das Buch aus den Händen zu legen.

Die Geschichte hat mich von Beginn an mitgerissen und auch Celestine war mir überraschenderweise direkt sympathisch, obwohl sie die Verkörperung von Perfektion schlechthin war. Sie ist das wandelnde Klischee, zu einem perfekten Teenager. Dass gerade sie dann als fehlerhaft gezeichnet wird, zeigt schon wie fehlerhaft das System selbst ist. Ich habe auch bis zum Schluss nicht vollständig verstanden, was als fehlerhaftes Verhalten zählt und wer die Norm festlegt. Klar, gibt es einige eindeutige Fehler die ein Mensch machen kann wie betrügen, lügen und stehlen. Aber ist der Beistand zur Sterbehilfe im Ausland moralisch verwerflich, wie es bei Celestines Nachbarin der Fall ist? Dieses Buch wirft viele Fragen über unsere Moral und unsere Werte in der Gesellschaft auf, über die wir uns aktuell immer noch Gedanken machen können und sollten.

Auch wenn mir das System der Brandmarkung sehr willkürlich erscheint, habe ich mich trotzdem gefragt, ob es nicht auch in unserer Gesellschaft so viel leichter wäre, „Fehlerhafte“ sofort erkennen zu können. Du hast ein eingebranntest F auf der Zunge? Ich weiß, dass ich deinen Lügen besser nicht glauben sollte – easy! Aber meistens ist es dann leider doch nicht so einfach und es gibt nicht nur schwarz und weiß. Also an was genau macht man fehlerhaftes Verhalten fest? Was ist perfekt?

Besonders spannend finde ich den Charakter von Celectines Mutter. Sie verbirgt, was sie fühlt durch ihr perfektes Äußeres und je mehr ihre heile Welt erschüttert wird, desto weniger lässt sie es sich anmerken. Auch im wahren Leben kennen wir wahrscheinlich alle diese eine Person, die keine Probleme zu haben scheint. Aber was, wenn diese Person einfach nur genauso tickt wie Celestines Mutter und ihre eigenen Kämpfe hinter einer perfekten Fassade austrägt? Wieso fällt es uns so schwer zu unseren Fehlern zu stehen und ein klein bisschen Schwäche zu zeigen? Weil Menschen Angst haben verurteilt und verletzt zu werden. In Flawed finden sich Teile unserer Gesellschaft wieder, zwar ganz stark überspitzt aber die Parallelen sind definitiv erkennbar.

Für Fehlerhafte gelten in Flawed ganz besondere Regeln. Neben Nahrungsvorschriften, einer Ausgeh-Speerstunde und dem Verbot von Luxusgütern gibt es außerdem die Regel, dass jeder normale Bürger, der einem Fehlerhaften hilft, sich strafbar macht. Fehlerhafte leben in den gleichen Häusern und Städten wie Normale und trotzdem sind sie Ausgestoßene. Auch hier ist mir wieder nicht ganz klar, wie gesellschaftliche Strukturen wie Familien oder Schulen funktioniern wenn den Fehlerhaften nicht geholfen werden darf.

Auch wenn es hier und da noch einige Ungereimtheiten gibt, hat mich die Geschichte komplett umgehauen. Vielleicht werden die Sachen, die mir in Flawed noch etwas unlogisch erschienen im zweiten Teil besser erklärt. Aber selbst wenn nicht, würde das der Geschichte keinen Abbruch tun, weil das System offensichtlich fehlerhaft sein muss, damit die komplette Handlung überhaupt zum tragen kommt. Wie ihr wahrscheinlich erkannt habt, lässt sie mich immer noch nicht los und ich musste über viele Werte und Normen auch in unserer Gesellschaft nachdenken. Flawed ist eine Geschichte darüber, wie wichtig es ist zu seinen Fehlern zu stehen und das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Hörbuch: Camp 21 – Grenzenlos Gefangen

Titel: Camp 21 – Grenzenlos Gefangen

Autor: Rainer Werkwerth

Gelesen von: Mark Bremer

Laufzeit: ca. 7h 48 Min.

4 Stars (4 / 5)

 

Camp 21 ist eine Bootcamp für schwererziehbare Teenager. Als Mike und Kayla in das Camp geschickt werden, verstehen sie die Welt nicht mehr. Klar, haben sie sich nicht immer vorbildlich benommen, doch ein Bootcamp erscheint ihnen etwas zu heftig. Durch elektronische Armbänder werden die beiden aneinander gefesselt, obwohl sie sich anfangs nicht einmal leiden können. Von nun an dürfen sie sich nicht mehr weit voneinander entfernen, sonst senden die Fesseln starke Schmerzimpulse an die beiden. Doch etwas scheint im Camp nicht zu stimmen. Misstrauisch geworden durch die seltsamen Vorfälle im Camp, ergreifen Mike und Kayla die Flucht und es beginnt die spannenste Jagd ihres Lebens.

Ehrlichgesagt, habe ich anfangs etwas Zeit gebraucht um in die Erzählung zu finden. Anhand des Klappentextes auf dem (Hör)Buch habe ich eine alternative, dystopische Welt á la Tribute von Panem oder Maze Runner erwartet und kein Erziehungscamp für Teenager. Trotzdem hat mir das Hörbuch letztendlich sehr gut gefallen, nachdem ich mich ersteinmal von meinen Erwartungen an die Geschichte gelöst habe.

Die Kapitel wechseln in der Erzählperspektive zwischen Mike und Kayla, dessen Handlungsstränge sich schließlich verknüpfen. Dem Hörbuch kann man sehr gut zuhören, denn Mark Bremer hat eine wirklich angenehme Stimme und auch die Atmosphäre, die beim Lesen vermittelt wird passt pefekt zu der Handlung. Es ist spannend, myteriös und irgendwie nervenaufreibend, weil man unbedingt erfahren möchte, was in Camp 21 vor sich geht.

Die Hauptcharaktere waren zwar interessant, aber waren nicht richtig ausgereift, sondern eher etwas flach, wodurch ich mich mit keinem der beiden so wirklich identifizieren konnte. Ich hätte gerne noch mehr über Mikes und Kaylas Vorgeschichten und Charakterzüge erfahren um sie besser zu verstehen. Mikes Bruder Ricky, mit dem er zusammen in das Erziehungscamp kommt, hat mich meistes soagr ziemlich genervt, weil ich oft seine unlogischen, impulsiven Reaktionen nicht ganz nachvollziehen konnte. Auch über Camp 21 selbst hätte ich gerne noch mehr Informationen bekommen, denn die Auflösung, wer hinter dem Ganzen steckt wurde sehr schnell abeghandelt.

Durch das Hörbuch gewinnt die Geschichte nochmal viel dazu, weil eine ganz andere Art der Spannung aufgebaut wird. Ich empfehle das Buch, sowie das Hörbuch, Jugendlichen ab 14 Jahren. Durch die Schnelllebigkeit der Kapitel, dem aktionreichen Schreibstil und den interessanten Protagonisten ist das Buch für Mädchen, sowie Jungs geeinget.

Vielen Dank auch nochmal an den Rubikon Audioverlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zum Testhören zugeschickt hat. 🙂

Abenteuer in Afrika

Titel: Frühstück mit Elefanten – Als Rangerin in Afrika

Autorin: Gesa Neitzel

361 Seiten

Preis: 14,99€

5 Stars (5 / 5)

 

Gesa ist eigentlich Fernsehredakteurin in Berlin, doch sie ist in ihrem Großstadtleben einfach nicht glücklich. Kurzerhand entschließt sie sich einen Neuanfang in Südafrika zu wagen und sich dort als Rangerin ausbilden zu lassen. In mehrmonatigen Kursen lernt sie alles über die wildlebenden Tiere, das Spurenlesen, Orientierung in der Wildniss und Sternenkunde. Auf ihren Erkundungstouren durch die Savanne Afrikas begegnen ihr Löwen, Elefanten und Giraffen aus nächster Nähe. Je mehr Zeit sie in der Abegschiedenheit verbringt, desto mehr gefällt ihr das Leben jenseits der Zivilisation, ohne den ganzen Überfluss und gesellschaftlichen Druck. Was vorerst nur als Auszeit-Jahr gedacht war, beginnt sich zu einer ganz neuen möglichen Zukunft zu entfalten.

Als allererstes muss ich euch vor diesem Buch warnen, denn es verursacht wirklich ganz starkes Fernweh. Ich glaube, jeder träumt ab und an mal davon einfach alles hinter sich zu lassen und etwas völlig neues, verrücktes und vor allem anderes zu machen. Doch was hält uns eigentlich davon ab einfach unserem Herzen zu folgen und zu tun was uns glücklich macht? Diese Frage stelle ich mir sehr oft, wenn mich mal wieder das Fernweh überrollt. Auch Gesa hatte es anfangs nicht leicht, sich von ihrem Leben in Deutschland zu trennen und hätte die ganze Aktion fast im letzten Moment abgeblasen. Das macht sie für mich zu einer Person, mit der man sich sofort identifizieren kann. Jeder hat im Grunde Angst vor Veränderungen, aber zu lesen, wie sie all ihren Mut zusammennimmt und es trotzdem durchzieht, lässt einen ein klein bisschen weniger ängstlich sein. Gerade diese Augenblicke des Zweifelns, machen das Buch so real und bringen es dem Leser unglaublich viel näher. Auch der tagebuch-ähnliche Schreibstil, vermittelt den Eindruck, dass man einfach nur eine sehr lange Nachricht, die man von einer Freundin geschickt bekommen hat, liest. Gesa schafft es mit ihren sympathischen und einfach menschlichen Erzählungen eine Verbindung zu dem Leser herzustellen, die einmalig ist.

Gesa berichtet außerdem sehr detailliert von ihrer Ausbildung zur Rangerin und was sie alles im afrikanischen Busch gelernt hat, zum Beispiel wie man sich am besten verhält wenn man auf einmal einem Löwen gegenübersteht, oder wieso der Ruf des Rotschnabelmadenhackers über Leben und Tod entscheiden könnte. Eiegentlich alles was sie erzählt ist super spannend und ich habe jedes kleine Fitzelchen Wissen quasi in mich aufgesogen wie ein Schwamm. Afrika ist ein spannender Kontinent und solange man (noch) nicht die Möglichkeit hat alles selbst zu erleben, kann man auch super gut durch Gesas Erfahrungen leben. Während dem Lesen kann man sich die Szenarien so gut vorstellen, dass es sich anfühlt als wäre man vor Ort.

Ich empfehle das Buch jedem, den öfters mal selbst die Reiselust packt; jedem der sich für Afrika und seine Tierwelt interessiert; jedem, der vielleicht selbst gerade vor einer waghalsigen Entscheidung steht und diesen letzten kleinen Anstupser braucht und jedem, der sich einfach mal wieder von einem guten Buch in eine ganz andere Welt entführen lassen will.

Was wir im All fürs Leben lernen können

Titel: Anleitung zur Schwerelosigkeit

Autor: Chris Hadfield

360 Seiten

Preis: 19,99€

4.5 Stars (4,5 / 5)

 

In Anleitung zur Schwerelosigkeit berichtet der kanadische Astronaut Chris Hadfield von seiner Erfahrung mit der Raumfahrt und seinen Missionen auf der Mir und der ISS. Insgesamt war er drei Mal im All und kommt auf eine Gesamtdauer von knapp 166 Tage in der Schwerelosigkeit. In dem Buch erzählt Hadfield nicht nur von seinen Raumfahrten, sondern erklärt auch wie man zum Astronaut wird, gibt Hintergrundeinblicke in die Abläufe bei der NASA und der Roskosmos und erzählt, was er aus dem Astroautendasein für sein alltägliches Leben gelernt hat.

Das Buch ist weniger über die Biografie von Chris Hadfield, denn diese wird im groben schon im Vorwort zusammengefasst, sondern seine drei Weltraumfahrten stehen im Vordergrund und alles was mit ihnen zu tun hat. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie hart Astronauten ihr ganzes Leben lang für ihren Traum kämpfen. Das ist kein Beruf, in den man Mal ebenso reinschlittert, wie es in so vielen anderen Jobs der Fall ist. Der ganze Lebenslauf eines Astronauten arbeitet darauf hin, für das Raumfahrt-Projekt in Frage zu kommen. In Hadfields Fall waren die Chancen, dass er jemals die totale Schwerelosigkeit erlebt sogar noch geringer, da er Kanadier ist, und ein Großteil der ausgewählten Astronauten natürlich Amerikaner oder Russen sind. Noch beeindruckender finde ich es, dass er trotzdem nie aufgegeben hat, auch wenn seine Chancen gering waren.  Es motiviert einen, dass man selbst auch alles schaffen kann, wenn man nur sein Bestes gibt und stets so gut vorbereitet wie möglich ist.

Ihr seht schon, Hadfields Buch lässt sich nicht nur wie eine bloße Aneinanderreihung von seinen Taten lesen. Es ist sehr viel inspirierender als das. Aus jedem Kapitel kann man eine Lektion für sein eigenes Leben ziehen. Deswegen sind seine Erzählungen auch nicht immer chronologisch geordnet, sondern springen ab und zu in der Zeit umher, um seine Aussage in dem jeweiligen Kapitel zu verstärken.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt, welcher jeweils mit einem doppelseitigen Bild von der Erde aus dem All von den anderen abgegrenzt ist. Außerdem findet man in der Mitte des Buches einige Seiten mit Fotos aus Hadfields Leben. Von einigen Ereignissen, die auf den Fotos gezeigt werden hat man bereits gelesen und sie dann noch einmal in Bild Form zu sehen, ruft einem ins Gedächtnis, wie real alles ist was man liest. Denn manchmal vergisst man etwas, dass man von realen Menschen und Erlebnissen liest, sondern verliert sich etwas in der Sci-Fi ähnlichen Atmosphäre des Buchs.

Durch Anleitung zur Schwerelosigkeit bekommt man einen völlig neuen Blick auf die Raumfahrt und die Auswirkungen davon auf den Menschen. Ich habe mir zum Beispiel nie Gedanken darüber gemacht, wie Astronauten sich fühlen wenn sie nach ihrer Rückkehr wieder der Schwerkraft ausgesetzt sind, nachdem sie monatelang schwerelos durch die Gegend geschwebt sind. Oder auch andersherum, welche Bedeutung das tägliche Leben in der Schwerelosigkeit für den menschlichen Körper hat. Auch über alltägliche Probleme im All, wie Zähne putzen oder Hände waschen habe ich nie nachgedacht. Über all die kleinen Dinge berichtet Hadfield in seinem Buch und bringt somit das Mysterium Raumfahrt auch den Nicht-Eingeweihten nahe. Während seiner Zeit im All hat er außerdem viele kleine Videos gedreht, in denen er die „unwichtigen“ alltäglichen Phänomene im All erklärt.

 

Hadfield ist außerdem der erste Mensch, der ein Musikvideo im All gedreht hat. Auch das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

 

 

Ich empfehle Anleitung zur Schwerelosigkeit jedem, der begeistert von der Raumfahrt ist und gerne einen Blick hinter die Kulissen wagen möchte. Man lernt nicht nur viel über das Leben als Astronaut, sondern nimmt auch viel für sein eigenes Leben mit, wie zum Beispiel, dass es gut ist eine 0 zu sein, dass es immer gut ist sich auf alles so gut wie möglich vorzubereiten und wie man das „runde Luke, eckiger Astronaut“- Problem in Angriff nimmt.

Wenn Romanfiguren real werden…

indexTitel: Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen

Autorin: Stefanie Hasse

232 Seiten

Preis: 3,99€ (eBook)

2 Stars (2 / 5)

 

Lin ist eine Wächterin der Bibliotheca Elementara und außerdem in der Lage, das Element Luft zu beherrschen. Zusammen mit ihren Freunden Coral, Peter und Ric, die Wasser, Erde und Feuer kontrollieren können, ist es ihre Aufgabe Nacht für Nacht auf die Jagd zu gehen. Sie jagen Charaktere, die aus Büchern herausgelesen wurden und schicken sie mit Hilfe ihres Elements zurück in ihre eigene Welt. Sehnlichst wünscht sich Lin Zac, die Hauptperson aus ihrem Lieblingsbuch „Otherside“, bei ihren nächtlichen Patrouillen zu begegnen. Doch zusammen mit Zac kommen allerhand Probleme aus Otherside. Sowohl die Bücherwelt, wie auch die reale Welt befinden sich in großer Gefahr und nur Lin kann versuchen alles wieder in Ordnung zu bringen.

An sich hat mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Schon die Grundidee der Geschichte ist sehr unterhaltsam, da man bei jedem Charakter, den Lin einfängt, überlegt aus welchem Buch er stammt. Leider finde ich das Buch nur etwas zu kurz geraten. In den knapp 200 Seiten wird zwar alles Notwendige erklärt, jedoch hätte man an einigen Stellen viel intensiver das Geschehen, sowie die Hintergründe erläutern können um es verständlicher zu gestalten. Auch ein bisschen gestört hat mich diese typische, schon tausendmal gelesene Dreiecksbeziehung zwischen Lin, Ric und Zac. Teilweise wurde es zwar durch Lins Gedanken und Kommentare wieder etwas weniger kitschig. Als Viel-Leserin hat Lin ihre eigene Situation oft aus der Position eines normalen Lesers kommentiert, was dem ganzen etwas Frische gibt. Die Charaktere in Book Elements sind oft leider flach, stereotypisch und besitzen nicht viel Tiefe. Trotzdem gefallen mir die Handlung und die Grundidee des Buches wirklich gut. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, weil mir das gewisse Etwas fehlt, um mich neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Ich denke nicht, dass Book Elements Lieblingsbuch-Potenzial hat, aber es ist ganz nett und entspannend für zwischendurch. Außerdem kann man es sehr schnell und gut am Stück durchlesen.

 

Im Kampf gegen das Böse um ihre eigene Freiheit

9783423716512_1466140414000_xxlTitel: Throne of Glass – Die Erwählte

Autorin: Sarah J. Maas

476 Seiten

Preis: 9,95€

4 Stars (4 / 5)

 

Celaena Sardothien war die gefürchtetste Assassine von ganz Adarlan. Doch seit sie geschnappt wurde, verbringt sie ihre Tage in Endovier, einem der schlimmsten Arbeitslager des Landes. Bis zu dem Tag, an dem sie von Kronprinz Dorian dazu auserwählt wird, für ihn zu kämpfen. Bei dem Wettkampf treten 24 von Adarlans gefährlichsten Killern gegeneinander an, bis ein Gewinner feststeht. Der Gewinn wird der Champion des Königs und bekommt, nach vier Jahren  an der Seite des Königs, die Freiheit. Ist Celaena nach einem Jahr in Gefangenschaft noch stark genug, sich gegen die anderen Mitstreiter zu behaupten? Und wer steckt hinter den brutalen Ermordungen der Champions?

Um direkt ehrlich zu sein, hat mich das Cover dieses Buches absolut gar nicht angesprochen.  Da ich aber schon viel Positives über das  Buch gehört habe, hab ich der Geschichte doch eine Chance gegeben. Zum Glück! Die Geschichte ist wirklich einmalig und unglaublich spannend. Calaena ist einfach nur Badass, anders kann man sie nicht beschreiben. Bei jeder Kampfszene ist man komplett von ihren Fähigkeiten beeindruckt, trotzdem werden dem Leser auch ihre schwächeren und menschlicheren Seiten gezeigt, wodurch sie super sympathisch wird.

Teile des Buches handeln auch von den Kriegen, die der König von Adarlarn gegen andere Köigreiche führt. Um trotzdem den Überblick behalten zu können, ist auf den ersten Seiten des Buches eine Landkarte, die den gesamten Kontinent zeigt. Und wer liebt nicht eine gute Karte in einem wundervollen Fantasy-Roman. Auch wenn die Kriege des Königs und die Rebellionen oft etwas verwirrend sind, und auch nicht sehr bedeutend für die Geschichte sind, könnte ich mir vorstellen, dass sie in den weiteren Bänden an Bedeutung gewinnen.

Viele der Charaktere haben sehr außergewöhnliche Namen… schon fast zu außergewöhnlich. Mir fällt es immer etwas schwerer, mir Namen zu merken, die ich noch nie vorher gehört habe, oder von denen ich nicht weiß, wie man sie ausspricht. Mit der Zeit gewöhnt man sich allerdings dran, auch wenn das Aussprache-Problem bleibt.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven verschiedener Personen erzählt. Hauptsächlich verfolgt der Leser zwar Caleana, aber gelegentlich wechselt es zu anderen Personen im Schloss, wodurch man als Leser ein größeres Gesamtbild der Geschichte erkennt. Zwischen den einzelnen Erzählabschnitten liegen teilweise sehr große Zeitspannen, die dann kurz in einigen Sätzen ausgefüllt werden. Dadurch bleibt das Buch spannend und es entstehen keine langatmigen Erzählungen. Allerdings passieren in den Zwischenzeiten auch Dinge, von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie etwas detaillierter ausgeführt werden.

Überraschenderweise waren die Wettkämpfe der Champions eher langweilig im Vergleich zum Rest der Geschichte. Meine Erwartungen an das Buch waren, dass es sich hauptsächlich um die Kämpfe und das Ausscheiden der Champions geht. Stattdessen nimmt das Rätsel um die nächtlichen Morde einen bedeutenden Teil des Buches ein. Das Rätsel um die mysteriösen Tode ist schon fast gruselig und löst immer wieder kleine Gänsehaut-Momente aus.

Throne of Glass ist eine erfrischende Mischung aus der Panem-Trilogie und der Selection-Reihe. Die Geschichte vereint die Stärke und kämpferischen Fähigkeiten, wie wir sie bereits von Katniss kennen, mit der Idee eines royalen Auswahlverfahrens. Ich empfehle das Buch allen Fans von dieser Art von Young Adult und Fantasy Romanen.

Memories to do – Allies Liste

memories-to-doTitel: Memories to do – Allies Liste

Autorin: Linda Schipp

Verlag: Drachenmond Verlag

Preis: 12,90 € (TB)

4.8 Stars (4,8 / 5)

 

In ein Schwimmbad einbrechen, zu einem Candle-Light-Dinner ausgeführt werden, mich an meine Hochzeit erinnern … Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit zieht. Im Leben der 34-jährigen Allie ist nichts mehr von dem übrig, was ihr als Teenager wichtig war nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest.

Als ich mir Memories to im Sommer spontan ausgesucht habe, war das hauptsächlich deswegen, weil mir das Cover (*-*) sowie der Klappentext auf direktem Weg ins Herz gesprungen sind. Ein weiter nicht unbedeutender Grund war das bezaubernde Lächeln von Linda Schipp, die mit gezücktem Kugelschreiber hinter einem Stapel ihrer Bücher saß. Danke für die lieben Worte, die Du in mein Memories to do geschrieben hast!  🙂

Rezi: Memories to do beginnt im Juni 2071. Ein mega guter Prolog, der mich entgegen meiner Befürchtung überhaupt nicht verwirrt hat (weil er in der Zukunft spielt), sondern perfekt zum eigentlichen Beginn der Geschichte begleitet hat.
In Memories to do geht es um Allie, die aufgrund eines Unfalls eine Amnesie erlitten hat. Fast all Ihre Erinnerungen sind gelöscht. Fast! Denn an das Jahr 1997 erinnert sich Allie. Ebenso an all das davor.
17 Jahre Erinnerungen einfach gelöscht. Allie steht einem Ehemann gegenüber, der ihr fremd ist. Auch ihr Sohn ist ihr fremd. Wie schlimm muss das sein, wenn man sich selbst nicht kennt und alle um einen Fremde sind?
An ihre Jugend und ihren besten Freund Luis erinnert sie sich aber sehr wohl. So sehr sogar, dass sie am Anfang tatsächlich dachte es wäre 1997.
Allie ist so verzweifelt und wünscht sich nichts mehr als ihr Leben zurück. Und so kommt es, dass sie Luis wiedersieht. Er soll Allie helfen sich zu erinnern. Fährt deshalb mit ihr in ihre alte Heimatstadt Townsend…
Alles was dann jedoch geschieht und wie alles Endet, kann ich natürlich nicht verraten, denn dann wäre das tolle feeling beim lesen dahin. 😛 Der Klappentext verrät ja noch ein bisschen was 😉
Mich haben auf jeden Fall die Charaktere abgeholt und die Geschichte hat mich mitgenommen! So richtig! <3

Die Charaktere wirken lebendig und jeder auf seine Art speziell und auch liebenswürdig. Und damit meine ich alle! Hauptcharaktere sowie beispielsweise die Bewohner Townsends.
Und Townsend – ja was soll ich sagen – ich habe mich ein bisschen in dieses Städtchen verliebt.
Linda Schipp hat all das so zauberhaft beschrieben, dass einem leicht fällt in die Geschichte einzutauchen und mitzufühlen. Es war auch zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil! Dieses Buch bietet alles was man sich an Emotionen, Spannung, Abwechslung und am wichtigsten: einem guten Plot, wünschen kann.

Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch mit Gefahr zum verlieben!
Empfehlung:Kaufen!

Außergewöhnlicher und Spannender Sci-Fi Auftakt

Titel: Giants – Sie sind erwacht

Autor: Sylvain Neuvel

Preis: 14,99€

416 Seiten

5 Stars (5 / 5)

 

Als kleines Mädchen stößt Rose Franklin beim Spielen auf eine riesige Metallhand. Diesem Fund widmet sie als erwachsene und promovierte Physikerin ihre Forschung. Zusammen mit einem Team aus Experten forscht sie an der Hand und den Schriftzeichen, die zusammen mit ihr entdeckt wurden. Schnell wird klar, dass die Hand zu einem gigantischen Roboterkörper gehört, dessen Teile über die ganze Erde verteilt liegen. In gefährlichen Rettungsaktionen werden einige Teile geborgen und allmählich finden sich Antworten. Doch die Mysterien, wie der Roboter auf die Erde gelangt ist, woher er stammt und zu was er zu gebrauchen ist, sind gar nicht mal so leicht zu lüften.

Hier gehts zur Leseprobe

Das auffälligste und außergewöhnlichste an „Giants“ ist, dass fast das gesamte Buch in einem Dialog geschrieben ist. Auch wenn es erst einige Kapitel gebraucht hat, bis ich mich an diesen ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt habe, hat es mir letztendlich doch sehr gut gefallen. Es ist einfach mal etwas anderes! Das macht das ganze Leseerlebnis viel spannender und abwechslungsreicher. Um den Faden nicht zu verlieren, muss man sehr konzentriert lesen, denn  sowohl die Fragen, wie auch die Antworten in dem Gespräch sind meistens knapp, direkt und wechseln schnell das Thema. Der Dialog findet immer zwischen dem gleichen Interviewer, dessen Identität unbekannt ist, und einem der Personen aus dem Buch statt. Von demjenigen, der die Fragen stellt, wird im Laufe des Buches allerdings nicht viel bekannt. Es scheint ein Mann zu sein, der die Fäden der Robotermission mehr oder weniger im Hintergrund zieht. Er ist sehr einflussreich und vorrausschauend, aber keiner amerikanischen Organisation oder dem Geheimdienst untergestellt. In jeder Kapitelüberschrift steht, wer der Gesprächspartner für die nächsten Seiten ist. Anfangs kommt man leicht mit den Namen des Wissenschaftsteams durcheinander, aber da allgemein nicht sehr viele verschiedene Menschen in dem Roman auftauchen, gewöhnt man sich auch daran leicht.

Gelegentlich werden auch andere Arten der Informationsvermittlung eingestreut, zum Beispiel Tagebucheintrage des Teams, Versuchsprotokolle oder Zeitungsartikel. Es lockert das Buch immer mal wieder auf, kurze Abschnitte zu lesen, die nicht in Gesprächsform verfasst sind. Außerdem erhält man bei den Tagebucheinträgen Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Wissenschaftler, die sie nicht vor dem mysteriösen Interviewer äußern würden, wie beispielsweise der innere Konflikt zwischen dem Nutzen und der Gefahr, die von dem Roboter ausgehen könnte. Dadurch, und auch durch die verschiedenen Gesprächspartner, entwickelt sich ein Gesamtbild der Geschichte. Allerdings ist es oft unklar, wie viel Zeit zwischen den verschiedenen Beiträgen vergangen ist und man kann es nur grob schätzen anhand des Gesagten, was aber dem Buch keinen Abbruch tut.

Besonders spannend ist das Rätsel über die Herkunft des Roboters, welches leider noch nicht abschließend geklärt wurde in diesem Buch. Da „Giants“ aber erst der erste Teil einer Reihe ist, freue ich mich schon, mehr darüber in dem kommenden Teil zu lesen. Die Entdeckung des Roboters ist ein einschneidendes Erlebnis für alle beteiligten. Teilweise bringt es sehr dunkle Abgründe einiger Menschen zum Vorschein, aber auch auf weniger persönlichen Ebenen, steht plötzlich der Weltfrieden auf der Kippe.

Auf den letzten Seiten fangen sich die Ereignisse an zu überstürzen. Obwohl das Buch weiterhin in einem Dialog verfasst ist, werden die actionreichen Szenen gut vermittelt, indem der Interviewer sozusagen live zugeschaltet ist und mit einem der Protagonisten telefoniert. So bekommt der Leser das direkte Geschehen mit und nicht nur Aufzeichnungen oder Rückblicke, die die Situation weniger spannend machen würden.

Das Buch endet mit einer riesigen und unerwarteten Entwicklung, dessen Auflösung ich kaum erwarten kann. Leider erscheint der zweite Teil auf Englisch erst im April 2017, wann die deutsche Übersetzung veröffentlicht wird habe ich leider nicht gefunden.