Kategorie: Gern gelesen!

Beauty Hawk – Der Fluch der Sturmprinzessin – Ein Segen für den Leser

9783551300669Titel: Beauty Hawk – Der Fluch der Sturmprinzessin

Autor: Andreas Dutter

Verlag: Impress

Preis: 12,99 € (TB) oder 3,99 € (ebook)

**Glamour und schwarze Federn** Die 17-jährige Cecilia ist DER aufsteigende Stern am YouTube-Himmel der Beautychannels. Gerade hat sie die unglaubliche Zahl einer halben Million Abonnenten erreicht und wird überall gefeiert, außer in ihrer Schule, wo man sie aus Neid und Misstrauen meidet. Die Abneigung ihr gegenüber geht sogar so weit, dass Cecilia anfängt, dunkle Prophezeiungen zu erhalten. Erst vermutet sie, dass der unheimliche Neue Tristan dahintersteckt. Doch dann wird sie völlig unvorhergesehen vom Schulschwarm Knox auf ein Date eingeladen, der ihr eine Welt eröffnet, die sie alles in einem anderen Licht sehen lässt. Darunter ihre eigene Identität. Aber auch die Absichten von Tristan. //Textauszug: Plötzlich schien die Welt um uns ihre Farbe zu verlieren und war in Schwarz-Weiß gehüllt. ›Hat sich gerade seine Augenfarbe geändert oder habe ich mir das nur eingebildet?‹ Die Bewegungen der anderen Schüler verlangsamten sich und verschwammen ineinander. Doch das nahm ich nur nebenbei wahr, da ich es einfach nicht schaffte, meinen Blick von ihm loszureißen. ›Was macht er mit mir?‹ Es fühlte sich an, als würden seine nachtschwarzen Augen mich paralysieren. Sie flackerten plötzlich und wechselten blitzschnell wieder die Farbe. ›Träume ich?‹ Ich konnte nicht mehr klar denken und hatte Angst, meinen Verstand zu verlieren.

Rezi: Der flüssige, humorvolle und freche Schreibstil von Andreas Dutter sorgt dafür, dass zitat12-1der Leser direkt in die Welt von Beauty Hawk eintauchen kann. Die Charaktere sind sehr lebendig und absolut liebenswert. Zu Anfang der Geschichte lernt man Cecilia als Beauty
Bloggerin alias Beauty Hawk kennen und ich glaube ab diesem Zeitpunkt hat sie mich auch schon in ihren Bann gezogen. Cecilia ist bezaubernd und es ist kaum zu glauben, dass sie in ihrer Schule als Außenseiter gilt, ja sogar gemobbt wird.
Tristan ist der typische Nerd, ebenfalls Außenseiter, leicht geheimnisvoll und hat seine Gründe in Cecilias Leben zu treten, welches von diesem Zeitpunkt an total aus den zitat02-1Fugen gerät. Und doch haben sie ihre ganz eigene, tiefe Verbindung zueinander.
Eigentlich fehlt es dem Buch an nichts! Die Spannung der Geschichte um die Harpyien und Garuda’s wird zu jeder Zeit gehalten und immer wieder gesteigert – bis zum Ende! Denn gerade zum Ende oder besser gesagt Finale ist Beauty Hawk ein Pageturner!
Wichtig ist mir auch zu sagen, dass an den passenden Stelle immer eine ordentliche Portion Humor gegeben war und dies der Story noch mal das Gewisse Etwas verlieh.

Mir hat es wirklich gut gefallen und meine Gedanken waren auch noch einige Zeit nach Beenden des Buches dort gefangen. Toll! zitat01-1

Die Zitate sind übrigens aus meinen Lieblingsstellen im Buch 😉

Lieber Andi, an dieser Stelle möchte ich Dir sagen, dass ich sogar die Danksagung bis zum letzten Wort verschlungen habe! Danke für diese wundervolle Geschichte, die ebenso wundervollen und liebenswerten Charaktere (Ich liebe Cecilia!) und für das Herzblut, dass Du investiert hast – ist ist in jedem Wort spürbar.
P.S.: Eine Fortsetzung wäre sooo Mega Plasma Cool! 😀

 

Die erste Mission der Menschheit zum Mars

9783453317741_coverTitel: Mars

Autor: Ben Bova

796 Seiten

Preis: 16,99€

 

Das erste Forschungsteam auf dem Mars , bestehend aus fünfundzwanzig Wissenschaftlern und Astronauten verschiedener Herkunft, hat sich zur Aufgabe gemacht den Planeten zu erforschen. Das ultimative Ziel wäre natürlich Leben oder Hinweise auf vergangenes Leben zu finden. Doch zwischen Meteoriteneinschläge und den feindlichen Lebensbedingungen der Marsoberfläche ist es nur schwer ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Vorgaben der Politikern und des Entscheidungsausschusses machen das Leben des Forschungsteams auch nicht leichter. Als dann noch eine unbekannte Marskrankheit unter den Forschern ausbricht, droht ihre Mission letztendlich doch noch zu scheitern.

Die Geschichte beginnt mit der Landung auf dem Mars. In Rückblenden wird erzählt, wie die Mission entstanden ist, wie das Training der Astronauten aussah, wie einzelne Charaktere überhaupt zu ihrem Traum einer Marsmission gekommen sind und wie die neunmonatige Reise zum Mars abgelaufen ist. Vor allem diese Rückblenden geben dem Leser viel Auskunft über einzelne Charakterzüge und sind deswegen besonders spannend und aufschlussreich. Gerade zu Beginn des Buches finden sind die Abschnitte, die in der Vergangenheit spielen besonders lang, während die Handlung auf dem Mars nur schleppend vorankommt.

Die Erzählperspektive wechselt oft zwischen Menschen auf der Erde und dem Mars und fokussiert dabei  unterschiedliche Personen, die dann im Mittelpunkt der Handlung stehen. Dadurch ergeben sich auch eine Menge verschiedene Handlungsorte, auf der Erde, sowie auf dem Mars und im Marsorbit. Zwischendurch werden gelegentlich kurze Kapitel mit Fakten über den Mars oder die Erde eingestreut, die den wissenschaftlichen Anteil des Buches erhöhen und sehr informativ sind. Sonst wird sich in dem Roman eher weniger auf wissenschaftliche Erklärungen und Fakten versteift, stattdessen werden diese ganz natürlich in den Verlauf der Geschichte eingesponnen. Auch die Beschreibungen von den Gegebenheiten auf dem Mars sind so realistisch, dass man fast vergisst, dass noch kein Mensch auf dem Mars war, um diese Erfahrungen gemacht und dem Autor berichtet haben zu können. Doch so detailliert, wie die Umgebung und sogar der Geruch beschrieben wird, ist es nicht schwer sich selbst auf dem Mars wiederzufinden.

Während des Buches werden ausführlich die Entscheidungsprozesse und Verhandlungen mit den Politikern beschrieben. Es ist einerseits spannend zu lesen, wie sich ein ganzes Netz aus gegenseitiger Abhängigkeit entfaltet, aber es war für meinen Geschmack schon fast zu viel Politik und zu wenig wissenschaftliche Aspekte vertreten.

Während der Marsmission entwickeln sich auch kleinere Liebschaften, Interessen und Beziehungen zwischen den Charakteren. Zum Teil tragen diese Liebeleien dazu bei, die Persönlichkeiten der Charaktere realistischer zu gestalten, aber gelegentlich war es einfach unpassend zu der Geschichte.

Schade fand ich auch, dass nicht alle Marstage beschrieben wurden und teilweise große Lücken zwischen den Erzählungen waren, ohne wirkliche Erklärungen, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Das Buch hat mich wirklich gefesselt durch seine angenehmen Schreibstil und der spannenden Thematik, sodass ich es in einigen, wenigen Tagen komplett durchgelesen hatte. Es ist eine interessante und mögliche Schilderung, wie eine Mission zum Mars ablaufen könnte. Ich empfehle den Roman jedem, der sich für Raumfahrt und die Erkundung des Weltraums, bzw. unseres Sonnensystems interessiert.  Aber durch die verschiedenen Persönlichkeiten, die in dem Buch aufeinander treffen und die vielen angeschnittenen Themenbereiche, ist für jeden etwas dabei.

 

Die Alchimisten-Saga geht in die zweite Runde

351_41905_165585_xxlTitel: Die Unsterbliche

Reihe:  Alchimisten-Saga

Autor: Kai Meyer

410 Seiten (+ Specials insgesamt 462 Seiten)

Preis: 9,99€

 

ACHTUNG: Dies ist der zweite Teil einer Reihe! Hier gehts zu Teil 1.

 

Auras und Gillians Liebe ist an der Bürde der Unsterblichkeit zerbrochen. Jetzt gehen sie getrennte Wege. Während Aura quer durch Europa reist auf der Suche nach dem Word der Schöpfung, begegnen ihr immer wieder die gleichen okkulten Symbole, die jemand speziell für sie zu platzieren scheint. Doch was steckt dahinter? Gillian ist derweil im Auftrag des Tempel Novums unterwegs und auf der Suche nach dem Templerschatz. Als sich Auras und Gillians gemeinsamer Sohn, Gian, mit ihren Feinden verbündet, kreuzen sich ihre Wege erneut.

Hier gehts zur Leseprobe

Wie bereits in „Die Alchimistin“ ist die Geschichte um Aura und Gillian unfassbar mysteriös, spannend und faszinierend. Die Handlung setzt zehn Jahre nach dem Ende des ersten Teils ein, und es dauert eine Weile, bis der Leser die Geschehnisse dieser Zeit durch Erzählungen der Hauptcharaktere entschlüsselt bekommt. Die Vergangenheit wird nach und nach aufgearbeitet und bringt den Leser auf den aktuellsten Stand. Außerdem spielt die Fortsetzung in einer völlig anderen Szenerie und unterscheidet sich alleine deswegen schon sehr stark von dem erste Band. Leider, leider, leider sind Aura du Gillian kein Paar mehr. Ich fand ihre Geschichte in Teil eins so schön und hätte mir gewünscht, dass sie zusammen die Ewigkeit verbringen, aber es sollte wohl nicht sein. Durch die vielen aufgespaltenen Handlungsstränge, die sich am Ende des Buches vereinen, gibt es sehr viele Perspektivwechsel, die zu Beginn verschiedene Geschichten zu erzählen scheinen, sich aber im Laufe des Buches immer mehr einander annähern.  Der Erzählstil von Kai Meyer in der Alchimisten-Saga ist sehr düster und erzeugt dadurch eine ganz eigene Spannung und Faszination beim Lesen. Auch dieses Mal gibt es wieder neue Rätsel, die die Geschichte unvorhersehbar machen und nie langweilig werden. Besonders cool ist dabei, dass Meyer reale, alte Mythen, Erzählungen  und Überlieferungen aufgegriffen hat um seine Geschichte um diese zu spinnen. Gegen Ende zieht sich das Buch leider etwas. Obwohl die Auflösung eigentlich immer der spannendste Teil eines Buches ist, fand ich in diesem Fall die vorherige Handlung um einiges interessanter.

 Auch in diesem Band gibt es am Ende des Buches zusätzliche Texte zur Entstehung des Romans, die die Herkunft verschiedener Charaktere, Orte oder Gegenstände erläutern. Beim Lesen dieser Zusatztexte wir einem erst bewusst, wie viel Recherche-Arbeit in diesen Roman geflossen ist. Wirklich beeindruckend.

Ich empfehle das Buch jedem, der natürlich schon den ersten Teil super fand. Die Alchimisten-Saga ist wirklich mal eine ganz neue Art von Geschichte, die ich so vorher noch nicht gelesen habe. Für jeden Mystery-Fan, der auf die etwas düsteren Geschichten steht, ist diese Reihe absolut richtig!

Intrigen, Zickenkrieg und Streit um die vier Prinzen

die-vierte-braut-730x1030Titel: Die vierte Braut

Autorin: Julianna Grohe

341 Seiten

Preis: 14,90€

 

Die vier Prinzen von Wondringham Castle sind auf der Suche nach ihrer zukünftigen Ehefrauen. Dazu werden adelige Mädchen aus dem ganzen Land zum Schloss geladen, um an einer Brautschau teilzunehmen. Dort müssen sie sich unzähligen Aufgaben und Tests stellen, während sie das Herz eines Prinzen erobern. Auch die Gouvernante Mayrin Barnaby wird durch Zufall zum Schloss eingeladen, obwohl sie gar kein Interesse an einem der Prinzen hat. Eigentlich möchte sie sofort wieder abreisen, um bei ihren beiden kleinen Geschwistern zu bleiben, die niemanden außer Mayrin mehr haben.  Als sie dem Hauptmann des Schlosses bei einem nächtlichen Fluchtversuch begegnet  überredet dieser sie, zu bleiben. So beginnt für Mayrin eine mehr als aufregende Zeit in Wondringham Castle. Sie ist Teil eines Konkurrenzkampfes, zu dem sie kein Bezug hat, muss sich immer wieder mit anstrengenden Mitstreiterinnen rumschlagen und sich vor den Prinzen von ihrer besten Seite präsentieren. Aber kann sie sich am Ende gegen ihre Konkurrenz behaupten und einen der Prinzen für sich gewinnen?

Die Geschichte beginnt mit „Eigentlich war das mit Cinderella ganz anders“. Natürlich hatte ich dann schon einige Erwartungen und hab mir eine Art modernes Märchen im Aschenputtel-Stil vorgestellt. Allerdings hat die Geschichte meiner Meinung nach sehr wenig mit dem Märchen von Aschenputtel zu tun. Wer nach einer bösen Stiefmutter, guten Feen und einem verlorenen Schuh Ausschau hält wird bitter enttäuscht werden. Trotzdem ist es eine zauberhafte Liebesgeschichte, die einen nicht mehr loslässt.

Es bestehen zwar große Parallelen zu der Selection-Reihe, aber der größte Unterschied ist wohl, dass die Bewerberinnen um vier statt nur um einen Prinzen kämpfen müssen. Die Prinzen selbst stehen in Mayrins Erzählungen allerdings oft im Hintergrund und man erfährt erst sehr spät in der Geschichte Merkmale und Charakterschwächen der einzelnen Prinzen. Ihre Namen, Alexander, Byron, Caiden und Dairon, die alphabetisch nach dem ältesten Prinzen geordnet sind, sind vor allem für die ersten Kapitel sehr hilfreich, da man stets einen Anhaltspunkt hat um welchen Prinz es sich gerade handelt und man sich leichter das Alter der Prinzen merken kann.

Sehr gelungen war auch die realistische Darstellung verschiedener Körpertypen, unterschiedlichen Arten von Schönheit und die Akzeptanz von kleineren Imperfektionen,. So hatte Kronprinz Alexander zum Beispiel schütteres Haar oder Prinz Byron ein kleines Bäuchlein. Zu lesen, dass auch Prinzen nicht immer perfekt sind, macht die Geschichte viel lebensnaher und realistischer.

Auch das Mayrin nicht von Anfang an offensichtlich von einem der Prinzen bevorzugt wird hält die Geschichte spannend und man fiebert bei jeder Entscheidung mit, ob sie weiter im Rennen um die Prinzen bleiben darf, oder ob sie nach Hause geschickt wird.

„Die vierte Braut“ ist ein wirklich schönes, romantisches, lustiges und spannendes Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der gerne märchenhafte Geschichten liest.

Piraten-Abenteuer und die Große Liebe

ein-hauch-von-schicksalTitel: Ein Hauch von Schicksal

Autorin: Lara Wegner

259 Seiten

12,90€

Nachdem ihre gesamte Familie bei einem Flugzeugabsturz umgekommen ist, wünscht sich Grace Rivers nichts sehnlicher als irgendwo anders als in ihrem eigenen Leben zu sein. Als sie den verlorengeglaubten Familien-Talisman findet, dem nachgesagt wird, er habe die Macht Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, wird Grace ins 17. Jahrhundert versetzt. Sie selbst glaubt erst gar nicht, dass dieses alte Erbstück sie wirklich in der Zeit hat reisen lassen. Doch bald wird ihr klar, dass das ihr neues Leben ist, in dem sie sich zu Recht  finden muss. Hinzu kommt noch, dass sie den Freibeuter Rhys Tyler heiraten muss, um vor davor bewahrt zu werden auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt zu werden. Niemals hätte Grace erwartet in Rhys die Liebe ihres Lebens zu finden. Auf der Überfahrt von London nach Barbados wird das frisch gebackene Ehepaar allerdings von Piraten überfallen und gelangen in die Hände eines grausamen Plantagenbesitzers, der den Willen der beiden brechen will. Kann ihre junge Liebe die willkürliche Gewalt dieses Wahnsinnigen überleben?

Zuerst ist mir dieses wunderschöne Cover an dem Buch aufgefallen, aber das ist ja schon fast typisch für ein im Drachenmond Verlag erschienenes Buch. Kein anderer Verlag hat so schöne Cover und so  hübsch verzierte Seiten. Auch bei diesem Buch war auf jeder zweiten Seite ein Kompass in der linken oberen Ecke, der meiner Meinung nach sehr gut zu dem ganzen Piraten-Thema passt. Die Idee und das Setting des Buches finde ich an sich schon sehr interessant und abwechslungsreich.

Obwohl man am Anfang sofort in die Geschichte geworfen wird, findet man sich gut in der Handlung zurecht. Schon nach den ersten paar Seiten ist Grace bereits in der Vergangenheit und muss sich ihrem neuen Leben stellen. Das tut sie auf eine unheimlich sympathische, nachvollziehbare und realistische Weise, indem sie ganz natürlich auf die Eigenarten der damaligen Gesellschaft reagiert. Doch auch gerade diese Differenz zwischen Graces Verhalten und das ihrer Umgebung ist ab und zu eher unangenehm zu lesen und ein bisschen fremdschämend. Da das Buch aus Graces Perspektive geschrieben ist, kann man super gut ihren Gedanken folgen, die immer schlüssig und den Situationen angepasst sind, weswegen man sich gut mit ihr identifizieren kann.

Rhys hingegen erfüllt jedes Klischee des mysteriösen, gutaussehenden, leidenschaftlichen und harten Mannes. Auch wenn er ihr anfangs nicht sehr viel Aufmerksamkeit schenkt, schlägt das doch sehr plötzlich um und es folgt eine Sex-Szene nach der anderen. Die Sex-Szenen sind gut geschrieben, was gerade bei der Art von Handlung normalerweise relativ selten ist, weil es nur ein sehr dünner Grad zwischen „angenehm zu lesen“ und „irgendwie billig und komisch klingend“ gibt. Aber trotzdem war es meinem Geschmack ach zu häufig. Gerade am Beginn ihrer Ehe hat man das Gefühl, Rhys und Grace können einfach nicht aufeinander treffen ohne miteinander zu schlafen. Deswegen war ich auch sehr überrascht, dass Grace in Rhys plötzlich ihre große Liebe und ihren Seelenverwandten sieht, obwohl ihre Beziehung eigentlich rein körperlich ist. Die Ehe von den beiden und auch Rhys Verhalten gegenüber Grace entspringt eher einer romantischen Traumwelt, als dass es sehr realitätsnahe ist, was natürlich auch mal schön zu lesen ist, aber einen Charakter mit Ecken und Kanten findet man in Rhys auf jeden Fall nicht.

Die Handlung des Buches ist sehr schnelllebig, es folgt ein Ereignis nach dem anderen, wodurch die Geschichte nie langweilig oder schleppend wird. An einigen Stellen hätte es der Handlung allerdings gut getan, etwas weiter ausgeschmückt zu werden und detaillierter geschildert zu werden.  Außerdem hatte ich den Eindruck, dass jede Situation zu der kein passender Ausgang gefunden wurde, damit gelöst wurde, dass Grace ohnmächtig wird. Es ist kaum zu fassen, wie oft eine einzelne Person in knapp 250 Seiten das Bewusstsein verlieren kann.

Auch einige Ereignisse, die die Geschichte voran bringen und etwas Drama entstehen lassen sollten, waren unnachvollziehbar und lediglich Mittel zum Zweck.

Ich empfehle das Buch jedem, der etwas Entspannendes, Unterhaltendes für Zwischendurch sucht. Die 259 Seiten lassen sich schnell und flüssig lesen. Auch Fans von Fluch der Karibik, finden hier viel wieder was ihnen gefallen könnte. Es erinnert schon einiges an die Filme und ich habe auch die Vermutung dass der Titel „Ein Hauch von Schicksal“ aus dem zweiten Teil stammt. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, es war spannend Grace auf ihrer Reise in die Vergangenheit zu begleiten.

Kommt mit auf die Reise in die Traumwelt

traumfaengerTitel: Traumfänger

Verlag: Drachenmond Verlag

Autorinnen: Petra Röder

240 Seiten

12,00 Euro (Softcover)

 

 

Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau solch einem Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten gefangen ist. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance? Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist.

 

Rezi: Zuerst gehe ich in dieser Rezi mal auf das Cover ein. Es ist großartig! Punkt! Ich mag es total wie der Coverdesigner mit den Farben gespielt hat. Ebenso kommt das Bild sehr verträumt rüber und das Lichtspiel passt perfekt zur Stimmung des Buches. Meiner Meinung nach wirklich gelungen!

Zum Inhalt: Kylie und Matt treffen direkt am Anfang der Geschichte in der Traumwelt zum ersten Mal aufeinander und genau so direkt verlieben sie sich auch ineinander. Das hat mich erst einmal etwas irritiert. Ich muss zugeben, mir ging das einen Tick zu schnell. Aber wirklich schlimm fand ich es auch nicht. Das kann daran liegen, dass man sehr schnell wieder von anderen Begebenheiten abgelenkt wird. So treffen Kyilie und Matt in der Traumwelt auf eine handvoll Geschöpfe und Traumgebilde. Liebenswerte sowie bösartige. Denn auch die Traumwelt unterscheidet zwischen Gut und Böse. Wir lernen die Traumgebilde Needle und Ingrid, die Feuerwölfe und die Seelenfresser kennen. Jeder bereichert die Geschichte auf eine andere Weise und am Ende stellt man fest, dass einem der ein oder andere doch ans Herz gewachsen ist.

Ein Teil des Buches spielt natürlich auch in der realen „Nichttraumwelt“. Und auch hier warten ein paar interessante Charaktere auf Euch!

Generell war das Buch schnell verschlungen, aber gerade die letzten Seiten bilden noch mal einen schönen Spannungsbogen.

Fazit: Ich finde, dass die Autorin Petra Röder eine sehr schön abgestimmte Traumwelt erschaffen hat, in die es sich lohnt einzutauchen.

Dornröschen aus einer ganz neuen Perspektive

81Wyz8cOveLTitel: Sommer hinter Dornen

Autor: Regina Meißner

79 Seiten

Preis: 1,49€ (eBook)

          5,99€ (Taschenbuch)

 

In einem verwunschenen Schloss, umgeben von einer undurchdringbaren Dornenhecke liegt ein Schloss, dessen Bewohner sich seit vielen Jahren in einem tiefen Schlaf befinden. Auch die Prinzessin des Schlosses schläft und nur der Kuss eines Prinzen kann sie und das gesamte Schloss  aufwecken. Als Prinz Cedric sich dazu entschließt den gefährlichen Weg hinter die Dornenhecke zu wagen, wendet er sich an das Nächtliche Siegel, ein Zusammenschluss von Kriegern, um sie um Hilfe zu bitten. Doch entgegen Cedrics Erwartungen wird ihm kein kräftiger Krieger zugeteilt, sondern die zierliche Aria. Zusammen machen sie sich auf den Weg, den Fluch, der das Schloss befallen hat, zu brechen.

Diese ganz neue Version von Dornröschen erzählt die Geschichte aus einer völlig anderen Sicht. Der Kontrast zwischen dem veralteten Märchen und der Neuerzählung, wird vor allem deutlich wenn man die selbstständige Badass-Aira mit der schlafenden Prinzessin vergleicht, die auf ihre Rettung wartet. Aira ist eine starke Kriegerin, die auf niemandes Hilfe angewiesen ist. Deswegen läuft die erste Begegnung zwischen ihr und Cedric auch nicht sehr positiv ab. Cedric wirkt zu Beginn erstmal eher unselbstständig und muss sich von Aira sagen lassen, wo es lang geht. Im Laufe der Geschichte beweist auch Cedric, dass er Köpfchen hat und lange nicht der verwöhnte Königssohn ist, für den man ihn anfangs hält. Zu lesen, wie sich die anfängliche Abneigung in Respekt, Freundschaft und letztendlich zu Liebe entwickelt ist super interessant.

Allerdings behandelt die Geschichte viel zu wenig von dieser Entwicklung, da sie doch sehr kurz ist. Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist allein, dass die Idee zu der Geschichte sehr viel mehr Seiten verdient hätte. Man steigt zwar am Anfang durch die Kürze auch schnell in die Handlung ein, was ich immer sehr gut finde. Aber gerade wenn es um zum Beispiel die Strukturen des Nächtlichen Siegels geht, oder um die Aufträge, die Aira vorher bereits übernommen hat, wären etwas ausschweifendere Erzählungen wirklich spannend. Auch die Übergänge zwischen Airas und Cedrics Abenteuern wurden durch die Kürze des Buches sehr vernachlässigt.

Trotzdem hat gerade dieser Faktor, dass der Leser eben nicht alles bis ins kleinste Detail weiß, seinen Charme. So fühlt man sich beim Lesen eher, als würde man durch ein winziges Fensterloch in eine Welt schauen, die noch so viel mehr zu bieten hat. Ich persönlich finde es immer toll, die Möglichkeit zu haben, mir ausdenken zu können, welche Abenteuer alles im Hintergrund oder parallel zu der Geschichte, passieren könnten.

Der Fokus auf den Erlebnissen des Prinzen, der versucht die Prinzessin zu retten ist ein ganz anderer Ansatz, als das eigentliche Märchen verfolgt. Diese Seite, die man vorher nie gesehen hat, rückt die ganze Geschichte auf einmal in ein anderes Licht und man beginnt die Zweifel des Prinzen zu teilen und mit ihm mitzufiebern auf seiner Reise.

Ich empfehle das Buch jedem Märchenliebhaber und Freunden von eher kurzen Geschichten. Die knapp 80 Seiten lassen sich schnell und flüssig in einem Rutsch lesen. Auch für genug Abenteuer und Romantik ist ausreichend gesorgt. Ich würde am liebsten niemals aufhören zu lesen, was Aira und Cedric alles zusammen erleben, weil die beiden Charaktere sind, die man sofort ins Herz schließt als Leser.

Dein Körper gehört jetzt Prime Detinations, du hast keine Rechte mehr!

starters-germanTitel: Starters

Autorin: Lissa Price

Preis: 15,99€ (Hardcover)

          9,99€ (Taschenbuch)

398 Seiten

 

Durch den Sporenkrieg haben nur ganz alte oder ganz junge Menschen überlebt. Während die Alten, die Enders, in Reichtum und Wohlstand leben, müssen sich die Jungen, die Starters, mit einem Leben in Armut auf der Straße abfinden.  Doch die Firma Prime Destinations bietet einen Ausweg: Gegen eine hohe Geldsumme vermieten die Starters ihre Körper an die Enders. Diese übertragen ihr Bewusstsein in den Starters-Körper und können so sich nochmal richtig jung fühlen. Um Geld für ihren kleinen, kranken Bruder zu besorgen, meldet sich Callie bei der Body Bank. Allerdings läuft während ihres Einsatzes etwas schief und auf einmal findet sie sich in einem fremden, sehr luxuriösen Leben wieder. Mit der Zeit wird ihr klar, dass ihre Mieterin Helena, mit der sie immer noch kommunizieren kann, einen schrecklichen Plan verfolgte, den Callie unbedingt verhindern muss.

Die Idee der Geschichte fand ich von Anfang an super interessant. Post-apokalyptisch, dystopisch und gesellschaftskritische Bücher bekommen einfach sofort meine Aufmerksamkeit. Man wird direkt in die Geschichte geworfen und weiß zuerst gar nicht was passiert. Es tauchen so viele Fragen auf, wie „Was sind Enders?“, „Wer ist die/der Protagonist/in?“, „Wo befinden wir uns und was hat die Hauptperson vor?“, die im Laufe der nächsten Kapitel beantwortet werden. Das Schicksal von Callie und ihrem kleinen Bruder Tyler zerreißt einem fast das Herz. Sie besitzen quasi nichts mehr, außer sich selbst und zu lesen wie aufopferungsvoll Callie sich um Tyler kümmert ist wunderschön, aber auch wirklich traurig. Wenn man dann noch den riesigen Wohlstandskontrast zwischen Starters und Enders betrachtet, ist es einfach nicht fair, wieso so junge Menschen schon ein so schweres Leben haben müssen. Das Buch ist aus Callies Sicht geschrieben, was besonders dann interessant ist, wenn sie nach oder während einer Körperübernahme aufwacht und sich der Leser, genau wie sie, fragen muss wo sie sich befindet und was in der Zeit passiert ist, als jemand anderes ihren Körper gesteuert hat. Auch das Rätsel um Prime Destinations und Helenas Geheimnis bleiben dadurch undurchschaubar und spannend. Der technische Fortschritt in Starters ist beängstigend und man fragt sich , ob unsere Gesellschaft darauf zutreibt Menschen Chips zu implantieren oder sich andere gruselige Dinge auszudenken. Der Leiter von Prime Destinations, der Old Man, ist ein ganz außergewöhnlicher Bösewicht, der unheimlich faszinierend und abstoßend zugleich ist. Gegen Ende passiert noch einmal eine absolut überraschende Wendung der Geschichte, die mich wirklich erschüttert hat.

Ich empfehle das Buch jedem, der schon Seelen (von Stephanie Meyer) mochte, denn die Grundidee ist relativ gleich. Aber auch Fans von Endzeit-Romanen werden an Starters ihren Spaß haben. Ich hab das Buch in einem Tag verschlungen, weil es sich so flüssig und schnell lesen lässt. Außerdem gibt es keine Abschnitte, in denen die Handlung etwas träger wird, sondern es bleibt durchgehend spannend.

FLOWER

9783570164181_CoverTitel: FLOWER

Autorinnen: Elisabeth Craft & Shea Olsen

288 Seiten

12,99 € (Broschiert) 

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie.

Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst …

Hier geht’s zur Leseprobe…

Rezi: Für mich ist Flower ein idealer Sommer-Roman für Zwischendurch! Das schmälert allerdings in keinster Weise seine Qualität! Im Gegenteil! Ich habe es genossen sofort auf den ersten Seiten von den Autorinnen Elisabeth Craft & Shea Olsen abgeholt worden zu sein. Aus der Sicht der sympathischen Hauptprotagonistin Charlotte erzählt, erlebt man die Liebesgeschichte von ihr und Tate Collins – DEM Superstar Americas. Die Beziehung der beiden hat wie im Klappentext angedeutet natürlich ihre Höhen und Tiefen, verbunden mit den dazugehörigen Glücksmomenten und schmerzlichen Trennungen. 

Mehr möchte ich zur Story selbst eigentlich gar nicht sagen, weil es es dem Buch, dass mit 288 Seiten schnell zu lesen ist zu viel wegnehmen würde. Deshalb gehe ich hier noch mal auf Details ein, die mir bei Flower positiv aufgefallen sind:

1. Das Cover – passt mit seinem weißen Hintergrund und der hervorstechenden Blume zur Jahreszeit und macht einfach Lust es zu lesen.  

2. Der Schreibstil – hat mir bereits ab der ersten Seite gefallen und hat es mir wirklich sehr leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen.

3. Die Buchgestaltung – ist ebenfalls so gewählt, dass es dem Leser noch leichter fällt dieses Buch innerhalb kürzester Zeit zu verschlingen. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und die Schriftgröße angenehm groß. 

Fazit: Ein leichter, jugendlicher Sommer-Roman – toll für zwischendurch

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Unsterblichkeit – Fluch oder Segen?

Titel: Die Unglückseligen

Autorin: Thea Dorn

552 Seiten

24,99€

 

Die Molekularbiologin Johanna Mawet forscht an der Unsterblichkeit von Zellen durch artübergreifende Genetik. Während ihrem Forschungsaufenthalt in den USA trifft sie auf einem mysteriösen, sonderbaren und verwirrt wirkenden Mann. Schon bald kommt Johanna hinter sein Geheimnis: Der Fremde ist niemand geringeres als Johann Wilhelm Ritter, ein deutscher Wissenschaftler, der 1776 geboren wurde. Ritter könnte der Schlüssel zu Johannas Forschung sein. Um zu verstehen, was Ritter unsterblich macht, lässt sie seine DNA von ihren amerikanischen Kollegen sequenzieren. Als diese anfangen misstrauisch zu werden, bleibt Johanna und Ritter nur die Flucht zurück nach Deutschland um dort das Geheimnis um Ritters Alter zu lüften.

Hier gehts zur Leseprobe

Die Thematik rund um die Forschung an der Unsterblichkeit finde ich persönlich unheimlich interessant und wünschenswert. Die biologischen Fakten, die in dem Buch angeführt werden, über die Sterblichkeit des Menschen und den Zerfall des Körpers, sind einerseits sehr spannend, aber auch beängstigend, weil sie einem in aller Deutlichkeit vor Augen führen, wie wir quasi jetzt schon anfangen zu sterben. Durch Johannas Arbeit bekommt der Leser einen Blick hinter die Kulissen der Forschung. Ein Grundverständnis von Englisch und einigen biologischen Fachwörtern wird vorausgesetzt, wenn man der Geschichte in allen Details folgen möchte.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll aber trotzdem im Einzelnen an die Charaktere angepasst. Johanna spricht modernes Akademiker-Deutsch, was wirklich gut zu verstehen ist. Ritter und auch der Teufel, der gelegentlich auftaucht und den Leser direkt über das Geschehen anspricht, sprechen veraltetes Romantik-Deutsch, mit sehr stark ausgeschmückter Sprache. Manchmal verfallen beide ins Lyrische und aus dem Gesagten lässt sich leider kaum noch eine Bedeutung ziehen. Generell ist es ab und zu schwer zu verstehen, wer gerade spricht und auf was sich bezogen wird. Ritter schweift öfter mal ab und der Leser befindet sich ohne Vorwarnung in einem Rückblick aus seinem Leben oder in einem inneren Monolog Ritters, der nur schwer mit der Handlung des Buches in Verbindung gebracht werden kann. Manchmal ergaben Abschnitte des Buches beim ersten Lesen absolut kein Sinn für den Verlauf der Geschichte, und erschlossen sich erst im Nachhinein beim Weiterlesen. Besonders interessant ist die Form und die Gestaltung, in der die Geschichte erzählt wird. Es wird öfter auf verschiedene Medien zurückgegriffen wie Lieder, Ausschnitte aus Büchern, Comicblasen, eine Art Filmskript über das Geschehen, und viele, viele andere abwechslungsreiche Methoden.

Schon sehr lange bin ich auf der Suche nach einem „biologischen Sci-Fi-Roman“ und mein Wunsch wurde mir durch „Die Unglückseligen“ endlich erfüllt. Auch wenn die Sprache anfangs etwas abschreckend ist, sollte man sich auf keinen Fall davon beirren lassen. Der Roman vereint so viele spannende Bereiche der Biologie und der Forschung, die das Buch so lehrreich und interessant machen.